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TV-Nachlese "Dance Dance Dance"
Tanzen und Rappen mit Süßigkeiten

Fotos: So war das Finale von "Dance Dance Dance" 2017
Fotos: So war das Finale von "Dance Dance Dance" 2017 FOTO: MG RTL D / Stefan Gregorowius
Düsseldorf. Wackelnde Hinterteile, tanzende Gefängnisinsassinnen und Lady Gaga: Nach einem bunt gemischten Programm geht der Sieg in der RTL-Sendung "Dance Dance Dance" schließlich an das DSDS-Duo Luca Hänni und Prince Damien. Von Julia Zuew

Jede Menge Sitzfleisch wackelt auf der Bühne hin und her: In knappen Höschen und mit Lollis und Zuckerstangen zwischen den Zähnen schütteln die Tänzerinnen so ziemlich alles am Körper, was wackeln kann. Dazwischen gibt Luca Hänni als Sänger Jason Derulo den tanzenden Macho, der zum Song "Swalla" in einem Mantel aus Kunststoff durch die Reihen der Tänzerinnen flaniert und Klapse auf den Popo verteilt. Jurorin Ruth Moschner findet, Luca habe "den Boden geschwängert" und ist komplett aus dem Häuschen. 

Nicki Minaj ist nicht zu sehen, ebenso ist auch kein Pendant unter den tanzenden Frauen in Sichtweite – aber es geht auch so in manchen Momenten reichlich skurril zu im Finale von "Dance Dance Dance". Auch wenn die meisten Auftritte tatsächlich durchdacht wirken und sich nah an der Vorlage der Musikvideos orientieren, fällt manches aus dem Raster. Oder sieht einfach auf der Studiobühne nicht so überzeugend aus wie im ursprünglichen Filmmaterial. Als die Punkte hochgerechnet werden, geht der Sieg schließlich an die DSDS-Gewinner Lucas Hänni und Prince Damien.

Prince Damien tanzt im Riesen-Nest

Prince Damien hat in der Show bereits zu "Applause" von Lady Gaga mit seinem Auftritt überzeugt – an diesem Abend überlässt er diesen Part Suzan Odonkor. Stattdessen schmeißt sich der DSDS-Gewinner in ein zotteliges Vogelkostüm und tanzt zu Miley Cyrus' "Can't Be Tamed". Im Musikvideo sitzt, tanzt und räkelt sich die Sängerin in einem riesigen Vogelnest. Im TV-Studio entfaltet der Anblick nicht unbedingt die Wirkung wie im Video, wo Cyrus einen großen, schwarzen Vogel verkörpert, der in einem gigantischen Käfig nistet. Etwas komisch sieht es aus, als Prince Damien in dem Nest auf Rollen über die Bühne geschoben wird. Auch wenn die Kulisse weniger überzeugend ist, die Schritte sitzen, und darauf kommt es schließlich an.

Für Prince Damien selbst ist diser Auftritt ein ganz persönlicher: "Das war definitiv der Tanz meines Lebens. Ich bin selbst eine Art Paradiesvogel. Ich war immer anders als die anderen. Die Menschen machen es einem unendlich schwer so zu sein, wie man ist, ohne dass man sich dabei schlecht fühlt. Der Song hat mich in der ganzen Zeit unterstützt weiterzumachen, mit dem was ich tue." Tänzerisch ist der 26-Jährige, wie bereits aus den vorherigen Folgen gewohnt, perfekt im Takt und setzt die Choreographie einwandfrei um – und sahnt 30 Punkte bei der Jury ab, die ihn überschwenglich lobt.

Für Produzent und Juror DJ Bobo sind es "die schönsten zehn Punkte des Abends". Choreograph und Jurymitglied Cale Kalay hat Tränen in den Augen und schließt sich an, ebenso Moderatorin und Jurorin Ruth Moschner. Volle Punktzahl gab es auch für den gemeinsamen Auftritt von Luca Hänni und Prince Damien mit einer Michael-Jackson-Show.

Nasser Auftakt für Sandy Mölling

Den Auftakt der Show hatte Sandy Mölling (Ex-No Angels) mit einer Flashdance-Show gemacht. Knappes Outfit, zum Ende eine Dusche auf der Bühne – auch wenn die Jury sich begeistert zeigt, reicht es nicht für volle Punkte. Mit Bahar Kizil (Ex-Monrose) und einer Choreographie zu Adeles "Rolling in the Deep" greift sie jedoch die volle Punktzahl ab. Ebenso wie Suzan Odonkor für ihren Auftritt als Lady Gaga zu "Telephone". In Lederjacke mit Nieten, mit Vamp-Make-Up und Biker-Boots rockt die Fußball-Gattin die nachgebaute Knastbühne im TV-Studio.

Eine der letzten Aufgaben der Show ist es, die schlechteste gemeinsame Choreographie nochmal zu tanzen – für die Paare meist einer der ersten Auftritte am Anfang der Staffel. Alle Paare, auch Suzan und David Odonkor, werden anschließend gelobt. Als sich für die beiden die Kulisse zum zweiten Mal in der Sendung in ein American Diner aus den 50ern verwandelt, liefern sie wieder "Candyman" von Christina Aguilera ab – diesmal deutlich besser und selbstbewusster als noch am Anfang der Show. Unter Tränen lobt Cale Kalay die Entwicklung der beiden.

(juz)
 
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