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"Supertalent", "Verstehen Sie Spaß?", "Duell um die Welt"
Der Wettbewerb der Samstagabend-Shows

Das Supertalent, Verstehen Sie Spaß, Duell um die Welt – der TV-Abend
Guido Cantz moderiert "Verstehen Sie Spaß?". FOTO: dpa
München. Die ARD muss sich mit "Verstehen Sie Spaß?" gegen die Privatsender RTL und ProSieben behaupten. Bei den einen läuft "Das Supertalent", bei den anderen treten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf im "Duell um die Welt" gegeneinander an. Von Jürgen Ruf

Die Sommerpause ist vorbei, der Showklassiker kehrt zurück: "Verstehen Sie Spaß?" startet in die zweite Jahreshälfte. Die ARD-Unterhaltungsshow, die in diesem Jahr 35 Jahre alt ist, holt Prominente in die Sendung und zeigt neue Streiche mit der versteckten Kamera. Stellen muss sie sich einem ungewohnten Show-Wettkampf. Das Tauziehen um Einschaltquoten am hartumkämpften Samstagabend ist diesmal besonders stark, denn RTL bringt "Das Supertalent" mit Dieter Bohlen und ProSieben "Joko gegen Klaas - das Duell um die Welt".

Fotos: "Das Supertalent" 2015: Nackt-Tänzerin verdreht Bohlen und Darnell den Kopf FOTO: RTL/Frank Hempel

"Ich denke, wir sind gut aufgestellt", sagt Moderator Guido Cantz. Mit einer Vertragsverlängerung in der Tasche und neuen Filmstreichen im Gepäck tritt er im Gegensatz zur Konkurrenz live vors Publikum. "Verstehen Sie Spaß?" ist seine Fernsehheimat geworden. Er moderiert die Show im sechsten Jahr.

Die RTL-Show "Das Supertalent" gehört inzwischen auch fast schon zum Establishment. ProSieben dagegen spricht mit der neuen Show "Joko gegen Klaas - das Duell um die Welt" vor allem ein junges Publikum an. Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf sind immer noch die neuen Unterhaltungshoffnungen im deutschen TV, obwohl sie auch schon einige Jahre dabei sind. Nur das ZDF zeigt keine Show, sondern "Blochin".

Gegen Dieter Bohlens "Supertalent" und gegen Joko und Klaas setzt Cantz mit "Verstehen Sie Spaß?" auf ein traditionelles Konzept. "Unsere Sendung ist fast die einzige Show im deutschen Fernsehen, die die ganze Familie unterhält", sagt er: "Während andere Shows einzelne Zielgruppen im Blick haben, stehen wir für eine klassische TV-Unterhaltung, die generationenübergreifend ist." Damit punkte die ARD: "Bei uns können sich alle amüsieren - von den jungen Zuschauern über die Eltern bis zu den Großeltern."

Mit der versteckten Kamera einen Streich gespielt hat Cantz diesmal seiner Fernsehkollegin Birgit Schrowange. Sie sieht sich bei einer ihrer Lesungen nahezu allein unter Männern und zudem unverfrorenen Macho-Manieren gegenüber - und beweist Schlagfertigkeit. Ebenfalls zu Gast ist die Schauspielerin Natalia Wörner. Sie ist in ihrer Geburtsstadt Stuttgart in die Rolle einer unkonventionellen Touristenführerin geschlüpft. Weitere Gäste sind die Komiker Bülent Ceylan und Matze Knop sowie Zauberer Simon Pierro. Comedian Marco Rima bewährt sich erneut als Lockvogel.

An der Produktion vieler Filme ist Moderator Cantz selbst beteiligt. "In die Rolle des Lockvogels schlüpfe ich unheimlich gerne", sagt er. Gelernt habe er dabei vor allem Geduld. "Die Drehs laufen nie so, wie man sich das vorher ausgedacht hat." Spontan zu sein und einen langen Atem zu haben - das habe er sich erst aneignen müssen, sagt Cantz: "Der Spaß, wenn am Ende alles aufgelöst wird und alle lachen, ist der Lohn dafür."

"Wollen Prominente aufs Glatteis führen"

Es sei immer schwer, Prominente mit der versteckten Kamera hinters Licht zu führen, sagt die Chefin der SWR-Fernsehunterhaltung, Barbara Breidenbach: "Dazu müssen Geschichte, Zeitpunkt und Ort stimmen." Und das Konzept: "Denn wir wollen unsere prominenten Opfer nicht bloßstellen, sondern sie so aufs Glatteis führen, dass sie hinterher selbst darüber lachen können. Das ist oft ein Drahtseilakt und schwierig - früher wie heute."

Die Sendung, sagt Breidenbach, sei auch nach dreieinhalb Jahrzehnten ein verlässlicher Bestandteil des ARD-Programms. "Sie ist einer der letzten großen Klassiker der deutschen Fernsehunterhaltung." Gleichzeitig sei es gelungen, die Show zu modernisieren. Laut SWR erreicht sie pro Ausgabe im Schnitt knapp fünf Millionen Zuschauer.

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(dpa)
 
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