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Hannover
DFL vergibt Rechte für Übertragung der Bundesliga

Hannover. Heute wird der Milliarden-Poker um die Übertragungs-Rechte der Fußball-Bundesliga endgültig entschieden. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) will nach dem Ende der geheimen Auktionsphase und der Mitgliederversammlung in Frankfurt wieder ein Rekordergebnis verkünden. Bis zu sechs Milliarden Euro möchte die Liga in vier Jahren für ihre Medienrechte kassieren, um mit den anderen großen Ligen in Europa mithalten zu können. "Der Profifußball benötigt viel Geld", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Neu in der Ausschreibung war, dass es nicht nur Pay-Pakete gab, sondern auch einige Livespiele für frei empfangbare Fernsehsender angeboten wurden. Am meisten zu verlieren haben Sky und ARD, die dank der alten Verträge noch für die nächste Saison die wichtigsten Rechte im Pay- und Free-TV besitzen. Seifert hat mit einer komplexen Ausschreibung in Absprache mit dem Kartellamt vor allem Sky unter Druck gesetzt. Der Pay-TV-Anbieter soll noch mehr Geld in die Kassen spülen. In der kommenden Saison gibt es 673 Millionen Euro aus dem deutschen Markt, wovon Sky rund 80 Prozent zahlt - das soll deutlich getoppt werden. Die Liga schüttet 2016/17 weitere 162 Millionen Euro aus der internationalen Vermarktung aus, insgesamt also 835 Millionen. Die offizielle Zielmarge von Seifert für die zukünftigen Gesamteinnahmen liegt bei 1,1 bis 1,5 Milliarden pro Spielzeit.

(dpa)
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