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Neue Staffel "Höhle der Löwen"
"Ein Investment kann auch schiefgehen"

Die Höhle der Löwen: Staffel 3 mit Carsten Maschmeyer in der Jury
Carsten Maschmeyer ist neues Jury-Mitglied bei "Die Höhle der Löwen". FOTO: vox
Berlin . Heute startet bei Vox die neue Staffel "Die Höhle der Löwen". Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer verstärkt die Jury der Start-up-Show, in der sich Existenzgründer vorstellen.

Der Unternehmer, Investor und Berater Carsten Maschmeyer (57) geht in "Die Höhle der Löwen". Er wird neues Jury-Mitglied in der gleichnamigen TV-Show auf Vox und will sich dort um junge Existenzgründer kümmern. Im Gespräch erläutert er, warum er sich dafür entschieden hat, ob ihm frühere Schlagzeilen schaden und was junge Menschen von ihm lernen können.

Herr Maschmeyer, was reizt Sie daran, junge Start-up-Gründer zu begleiten und zu unterstützen?

Maschmeyer Das Format hat mich schon immer begeistert, weil alle Zuschauer sehr viel über Kommunikation lernen, wie man verhandelt, wie man sich bewirbt, wie man sich vor anderen präsentiert. Jeder Investor träumt davon, dass er sich an einem Start-up beteiligen kann, das aus einem super Gründer-Team besteht und ein tolles Produkt hat. Für mich spielen die Persönlichkeiten der Gründer die entscheidende Rolle. Es gibt nach meiner Überzeugung keine guten Unternehmen, sondern nur gute Unternehmer. Deswegen schaue ich mir die Gründer ganz genau an. Ein einzelnes Investment kann natürlich auch mal schiefgehen, denn ein Projekt, das uns in der "Höhle der Löwen" präsentiert wird, kann man nicht in der Kürze der Zeit komplett im Detail durchleuchten.

Vom Tellerwäscher zum Millionär – gilt das heute noch?

Maschmeyer Damit ist sicherlich die klassische, besondere amerikanische Karriere gemeint, bei der man sich langsam hocharbeiten muss, Nebentätigkeiten nach Feierabend annimmt und auch am Wochenende arbeitet. In die "Höhle der Löwen" kommen ja Gründer mit Innovationen. Hier kann, wenn die Geschäftsidee bahnbrechend und das Produkt erfolgreich ist, auch schon mal schnell ein großes, wertvolles Unternehmen entstehen und über Nacht Gründer zu Multimillionären machen.

Könnten negative Schlagzeilen aus Ihrer Vergangenheit so manchen Zuschauer zum Abschalten verleiten?

Maschmeyer Da mich viele als Investor noch nicht kennen, glaube ich, dass die Neugierde, mich mal ausführlich zu sehen, wesentlich größer ist. Viele kennen nur Fotos oder Presseberichte über alte Zeiten und wollen jetzt natürlich sehen: Wie ist der wirklich? Natürlich bin ich auch eine ideale Projektionsfläche für einige Kapitalismusgegner. Aber genau das Kapital und die unternehmerische Unterstützung brauchen die Gründer, deswegen passt das Konzept ideal zu mir.

Was ist Ihre persönliche Botschaft für den Zuschauer von "Die Höhle der Löwen"?

Maschmeyer Die Investoren- und Gründersendung soll ein Ansporn sein. Vor allem für diejenigen, die den Mut haben, etwas zu unternehmen, die eine Erfindung an den Markt bringen wollen, die sich im Wettbewerb behaupten möchten. "Die Höhle der Löwen" soll Menschen, die sich verbessern wollen, motivieren. Die Sendung zeigt aber auch, dass kein Gründer überzogene Firmenbewertung machen sollte, sondern dass er ein gutes Produkt und einen klaren Businessplan benötigt und seinen Markt und die möglichen Wettbewerber genau kennen muss.

"Die Höhle der Löwen", Dienstag, 23. August, 20.15 Uhr auf Vox. 

Klaus Braeuer führte das Gespräch. 

(dpa/jeku)
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