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Berlin
Die neuen Ermittler im ZDF

Berlin. Die erste Folge der neuen Serie "Die Spezialisten" führt zurück zum Tag des WM-Finales 1990. Von Klaus Braeuer

Die "Küstenwache" hat als Mittwochsserie im ZDF ausgedient. Jetzt startet als Nachfolgeserie "Die Spezialisten - Im Namen der Opfer" - zehn Folgen werden von heute an zu sehen sein. Im Zentrum stehen Fälle, die bisher keine waren, weil niemand außer den Tätern davon wusste, oder solche, die nie abgeschlossen wurden, weil erst jetzt entscheidende Beweise oder Indizien auftauchen.

Jetzt ermittelt also die IEK, die Interdisziplinäre Ermittlungskommission des LKA Berlin, die sich aus Rechtsmedizinern, Kriminalistikern und Kriminaltechnikern zusammensetzt. Das Team versucht zu klären, was in der Vergangenheit tatsächlich passiert ist. Katrin Stoll (Valerie Niehaus) und Mirko Kiefer (David Rott) sind die Köpfe des IEK, unter der Führung von Kriminaloberrätin Dorothea Lehberger (Katy Karrenbauer). Gemeinsam mit dem gerichtsmedizinischen Assistenten Rufus Haupenthal (Tobias Licht), Kriminalkommissar Jannik Meissner (Merlin Rose) und Kriminaltechnikerin Inga Biehl (Henriette Richter-Röhl) bilden sie eine Sondereinheit, die der Wahrheit auf die Spur kommen will - auch, um Angehörige der Opfer endlich zur Ruhe kommen zu lassen.

Die erste Folge mit dem Titel "Der verlorene Sohn" führt zurück zum 8. Juli 1990, dem Tag des Fußball-WM-Finales. Damals verschwand ein 19-Jähriger spurlos. Heute, 25 Jahre später, wird eine Leiche obduziert, die auf einer Baustelle gefunden wurde und für eine Frau gehalten wird. Doch Ermittlerin Stoll erklärt lapidar: "Ihre Frau ist ein Mann!" Die Eltern treten an die Überreste ihres Sohnes Gerd, und die Mutter erkennt gar einen Fleck auf dem Hemd des Sohnes - der damals gerne Frauenklamotten trug.

In dem Familiendrama - samt homophobem Umfeld eines Fußballclubs - kommt heraus, dass Gerd seinerzeit erschlagen wurde, weil er schwul war, auf den Strich ging und nach San Francisco wollte.

Die Serie ist gut gemacht, sehr modern und besitzt Tempo - und sie erinnert ein wenig an die US-Serie "Bones". Die Schauspieler machen ihre Sache gut, der Humor kommt etwas zu kurz, doch sind die Drehbücher clever durchdacht und glaubhaft umgesetzt.

"Die Spezialisten - Im Namen der Opfer" , ARD, 20.15 Uhr

(dpa)
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