Frankfurt/Main

Drei Abos für vier Wettbewerbe

Frankfurt/Main. Der Streaming-Dienst DAZN hat sich die Übertragungsrechte an der Europa League gesichert.

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Für die deutschen Fußballfans wird das Übertragungsangebot im TV- und Internet immer unübersichtlicher - und teurer. Nach dem Erwerb der Europa-League-Rechte durch den Streaming-Dienst DAZN muss der Zuschauer ab der kommenden Saison Geld an drei Anbieter überweisen, um alle Spiele der Bundesliga, des DFB-Pokals, der Champions League sowie der Europa League live verfolgen zu können.

Von der Saison 2018/19 an werden alle 205 Begegnungen der Europa League live und on demand gezeigt. 190 davon sind exklusiv auf DAZN zu sehen. Weitere 15 Spiele sollen auch bei einem Partner im frei empfangbaren Fernsehen laufen. Auf welchem Sender ist noch offen, RTL Nitro gilt als Favorit. Bisher war Sport1 der Rechte-Inhaber für das Free-TV und zahlte dafür sieben Millionen Euro pro Saison. Sport1 machte zuletzt aber keinen Hehl daraus, dass der Wettbewerb aufgrund des schwachen Abschneidens der deutschen Klubs nicht allzu attraktiv sei. Da die Bundesligisten ab der kommenden Spielzeit vier Startplätze in der Champions League sicher haben, wird die Europa League wohl noch uninteressanter. Deshalb zeigte sich Sky über den Verlust der Rechte nicht sonderlich traurig. Der Sender wurde vom Ergebnis der Ausschreibung nach eigener Aussage "nicht überrascht". Sky garantierte in der vergangenen Spielzeit noch die "Komplettversorgung".

Neben zahlreichen anderen Sportarten wie Tennis, Boxen und US-Sport bietet DAZN seit dieser Saison bereits Zusammenfassungen von der Bundesliga ab 40 Minuten nach Abpfiff. Zudem laufen ab der kommenden Spielzeit auch ausgewählte Spiele der Champions League bei dem Streaming-Dienst.

DAZN kostet 9,90 Euro pro Monat. Der Jahrespass bei Eurosport (40 Bundesliga-Spiele) ist für 49,99 Euro zu haben. Bei Sky hängen die Preise vom Vertrag ab. Ein Neukunde zahlt für das Bundesliga- und Sport-Paket jeweils 19,99 Euro im Monat. Für einen bereits bestehenden Kunden kosten die Pakete jeweils zehn Euro. Im günstigsten Fall muss der Fan also rund 34 Euro pro Monat für alle Spiele ausgeben.

(sid)

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