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Berlin
Drei Viertel der Zeitungsverlage im digitalen Umbruch

Berlin. Die deutschen Zeitungsverlage wollen in diesem Jahr mit einem massiven Umbau auf die digitalen Herausforderungen reagieren. Die Umstrukturierung werde für fast drei Viertel der Unternehmen ein bestimmendes Thema sein, heißt es einer am Donnerstag vorgestellten Studie des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Insbesondere die "Integration von Print und Digital" spiele eine große Rolle. Betroffen seien gleichermaßen die Redaktionen, der Leser- und der Werbemarkt.

Der Studie "Trends der Zeitungsbranche 2018" zufolge wollen die Zeitungsverlage ferner stärker auf Bezahlangebote setzen sowie sich in der Werbung weiterentwickeln: Da das Anzeigengeschäft schrumpft, sollen zunehmend Kommunikations- und Marketingleistungen an Firmenkunden verkauft werden.

Wolff rief den Gesetzgeber auf, angesichts bevorstehender Herausforderungen nicht die Wettbewerbschancen der Verlage "zuzuschütten". Zeitungsverleger werfen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wegen Online-Aktivitäten Wettbewerbsverzerrung vor.

Der BDZV vertritt seit seiner Gründung 1954 als Spitzenorganisation die Interessen der Zeitungsverlage in Deutschland. Über seine zehn Landesverbände gehören dem BDZV 281 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 14,3 Millionen verkauften Exemplaren sowie 13 Wochenzeitungen mit knapp einer Million verkauften Exemplaren an.

(epd)
 
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