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Das große Wiedersehen
Klassentreffen im Dschungel

Das war das Finale des Dschungelcamp 2018
Das war das Finale des Dschungelcamp 2018 FOTO: MG RTL D / Stefan Menne
Düsseldorf. Das Maß ist voll, die Luft raus, der Drops gelutscht: Das Dschungelcamp ist vorbei. Beim großen Wiedersehen rekapitulieren die zwölf Sternchen ihre schönsten und schlimmsten Momente, einige Kilo leichter und Tausende Follower reicher. Von Verena Kensbock

Man könnte meinen, das Dschungelcamp sei die Outdoor-Variante von "The Biggest Loser". Denn für einige der zwölf Stars schien der Gewichtsverlust die größte Errungenschaft aus 16 Tagen Dschungelcamp zu sein. Gewinnerin Jenny Frankhauser hat sechs Kilo von den Rippen, Matthias Mangiapane hat acht Kilo abgenommen.

Das sind die Dschungelprüfungen 2018 FOTO: MG RTL D / Stefan Menne

Aber es war eine tolle Zeit, lehrreich, aufregend, krass, das sagen sie alle. In "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Das große Wiedersehen" erinnern sich die Ex-Dschungelbewohner einen Tag nach dem großen Finale an alle Höhe- und Tiefpunkte. Es war ein Trainingslager der besonderen Art, sagt der frühere Fußballer Ansgar Brinkmann: "Dafür würde ich eigentlich Geld bezahlen. Jetzt habe ich sogar Geld bekommen, auch gut."

Klar kalkuliert

Den größten Batzen und die Krone hat sich Jenny Frankhauser, Promi-Status: Schwester von Daniela Katzenberger, gesichert. In der RTL-Welt heißt sie nun Dschungelkönigin "Tschenny mit T", die Verpeilte, die Verfressene – die Zusatztitel hat sie sich selbst gegeben. Nun sitzt sie frisch geduscht mit Blumenkrone zwischen Daniel Hartwich und Sonja Zietlow. Die 25-Jährige hat auch nach ihrem Sieg nicht viel zu sagen. Sie war wohl einer der stillsten, passivsten Charaktere im Camp.

Nur einmal hat sie von ihrem Online-Shop erzählt, in dem sie Schmuck und Handyhüllen anbietet. Die anderen Kandidaten hingegen haben sich mit ihren beruflichen Aktivitäten weniger zurückgehalten: Buchvorstellungen, Kolumnen, Clubtouren – die Zeit nach dem Dschungelcamp scheint schon gut vorbereitet. Der Terminkalender im Februar ist gut gefüllt, sagt Natascha Ochsenknecht.

Wie sich die Promis im Camp verändern FOTO: MG RTL D / Stefan Menne

Als besonders geschäftstüchtig zeigte sich Transgender-Model Giuliana Farfalla. Sie hat neue Instagram-Follower gewonnen, eine Teilnahme beim Promi-Dinner, ein Shooting für den Playboy. Nach nur wenigen Tagen warf sie das Handtuch – und freute sich noch vor den Kameras über zehn Tage Urlaub im Luxushotel. Ob ihr das nicht unangenehm sei, fragt Sonja Zietlow. Ja, doch, sie schämt sich. Aber ein abgekartetes Spiel sei das nie gewesen. Nun droht sie auch noch damit, ein Buch zu schreiben.

Kalter Entzug

Deutlich authentischer bleibt Matthias Mangiapane in Erinnerung: mit ständigem Meckern und dem "Maiskolbini" – einem Badeanzug mit Mais-Muster, der seinen Kurven nicht gerade schmeichelte. Den musste der Reality-TV-Teilnehmer bei einer seiner acht Dschungelprüfungen tragen. "Ab Nummer drei habe ich mich wirklich gefreut", sagt er im Nachhinein. Vor wenigen Tagen hörte sich das noch anders an. Er sei der Einzige, der arbeiten müsse, skandierte Mangiapane.

Harte Arbeit war auch Daniele Negronis Zigarettenentzug. Der DSDS-Zweite war zermürbt, als RTL den Kandidaten wegen mehrerer Regelverstöße die Zigaretten kappte. Das befeuerte nicht nur sein Nägelkauen, sondern auch Streit. Immer wieder fuhr er seine Camp-Mitbewohner an. Als er sich dann noch heißes Wasser über den Bauch schüttete, brach er zusammen.

Einschaltquoten vom Dschungelcamp FOTO: MG RTL D / Stefan Menne

Doch der wahre Zoff spielte sich außerhalb des Dschungels ab: Im Hotel trafen Matthias Mangiapane und dessen Freund auf Jennys Mutter Iris. Zwischen den Begleitpersonen brodelte offenbar das Gerücht, Matthias und Jenny hätten Streit. "Wenn ich im Dschungel gewesen wäre, hätte ich dich im Tümpel ertränkt", sagt Iris im Streit. Dabei stellen die beiden Bewohner klar: Es sei nie ein schlechtes Wort gefallen.

Für Musiker David Friedrich auch ein gutes Argument, um seine Müdigkeit zu legitimieren. Denn laut RTL-Zusammenschnitt lag er die meiste Zeit schlafend im Bett. Seine Erklärung: Der Sender habe nichts Anderes zeigen können, weil es im Camp so harmonisch gewesen sei. Harmonisch ist also manchmal nur ein anderes Wort für langweilig.

 
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