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"Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"
Wie Jenny Elvers über ihre Alkohol-Abhängigkeit scherzt

Fotos: Sophia Wollersheim spricht mit Jenny Elvers über Alkohol
Fotos: Sophia Wollersheim spricht mit Jenny Elvers über Alkohol FOTO: RTL
Gold Coast. Immerhin kann sie mittlerweile darüber lachen: Jenny Elvers albert zum Start der RTL-Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" munter über ihre Abhängigkeit und den Entzug. Im Dschungelcamp könnte sie noch tiefere Einblicke in ihr Seelenleben geben. Von Christian Spolders

Schlechte Laune sucht man bei Jenny Elvers in den ersten Stunden im australischen Dschungel vergeblich. Die 43-Jährige, just vom "Playboy" rechtzeitig vor dem Dschungelcamp ziemlich attraktiv in Szene gesetzt, scheint die Zeit nutzen zu wollen, um sich in ein besseres Licht zu rücken. Denn seit dem 17. September 2012 war nichts mehr so, wie es vorher war.

An dem Tag war die Schauspieler zu Gast in der NDR-Talkshow "DAS!". Schon den Satz "Es ist so schön, hier zu sein" zu Beginn des Gesprächs mit Bettina Tietjen bekam sie nicht unfallfrei raus, und was folgte, war einer der schlimmsten öffentlichen Auftritt der sich sonst so gekonnt im Blitzlicht bewegenden Schauspielerin.

Jenny Elvers trank "alles" aus der Minibar 

Sie zeigte der Moderatorin ihre Zähne, stammelte immer wieder und redete so durcheinander, dass jeder sehen konnte, dass vor der Sendung Alkohol im Spiel gewesen sein muss. 2014 sagte sie in einem RTL-Interview, dass sie beim Bezahlen von Hotel-Rechnungen auf die Frage, was sie aus der Minibar getrunken habe, "alles!" geantwortet habe.

Was man der Schauspielerin zu Gute halten muss: Nachdem ihre Alkoholsucht an die Öffentlichkeit kam, verleugnete sie die Abhängigkeit nicht, sondern stand zu ihrem Problem. "Meine Tagesdosis vorher (vor dem Entzug, Anm. d. Red.) war vormittags eine Flasche Prosecco, nachmittags eine Flasche Wein und abends eine Flasche Wodka", sagte sie.

Jenny Elvers: "Klub der anonymen Alkoholiker"

Auch im Dschungelcamp geht die Schauspielerin offen mit dem Thema um – und beliebt sogar zu scherzen. "Das hat ein bisschen die Anmutung vom Klub der anonymen Alkoholiker", sagte sie, als sich Rolf Zacher der Gruppe anschloss. Als dann auch noch Gunter Gabriel sich zu den Kandidaten gesellte, sprach Elvers mit einem Lächeln davon, wie lange sie den Sänger schon kenne. "Gunter kenne ich schon ewig. Wir haben schon oft gemeinsam am Tresen gesessen, haha."

Auch die Dschungelcamp-Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich verzichten nicht auf Anspielungen. "Sophia will nix mehr trinken", sagt Sonja Zietlow über Kandidatin Sophia Wollersheim, die aufgrund der sanitären Einrichtungen nicht riskieren will, urinieren zu müssen. "Das könnte schwer werden. Jenny kann davon ein Lied singen."

Zusammem mit Wollersheim plauderte sie auch ein wenig über ihre Zeit nach der Abhängigkeit. Die Gattin von Rotlicht-Größe Bert Wollersheim fragte, ob es für sie in Ordnung sei, dass ihr Mann, so wie im Flugzeug, vor ihren Augen trinke. "Für mich ist das kein Problem, wenn jemand in meinem Umfeld mal trinkt", antwortete Elvers, schob aber später im Dschungeltelefon hinterher: "Die Sophia ist neugierig und ich glaube, dass sie das alles hier ausloten möchte. Außerdem war sie im Flieger doch gar nicht dabei." 

"Aus dem Scheitern eine Marke gemacht"

Spannend bleibt, was sich Oliver Haas und Micky Beisenherz, Autoren von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!", noch für Pointen rund um Elvers einfallen lassen. Im Interview mit unserer Redaktion hatte Haas noch gesagt, dass es zu einfach wäre, bei Elvers nur auf die Alkoholsucht anzuspielen. Sie biete so viel mehr an.

"Die Frau war mit vielen Promis zusammen – aber das Kind lässt sie sich dann von einem unbekannten Kneipier anhängen, der nicht mal Big Brother gewinnen konnte", sagte er. "Aber Hut ab: Sie hat sogar aus dem Scheitern eine Marke gemacht. Und sie ist beliebter, als die meisten denken – ich hoffe, wir kriegen raus warum."

Wie weit sie im Dschungelcamp gehen wird, hat Elvers zumindest schon unmissverständlich klar gemacht. Ausziehen werde sie sich vor den TV-Kameras nicht, und gleich bei der ersten Dschungelprüfung, zu der alle Kandidaten antreten mussten, lehnte sie es ab, die Eichel eines Ochsenpenises zu essen. "Penis und Arschloch esse ich nicht", sagte sie.

Hier sehen Sie, welche Promis bereits in Entzugskliniken waren.

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(spol)
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