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"Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!"
Wie der Wendler vor dem Fernseher ins Finale einzog

Sommer-Dschungelcamp: Der Wendler zieht ins Finale ein
Sommer-Dschungelcamp: Der Wendler zieht ins Finale ein FOTO: RTL
Köln. Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn – nach der aktuellen Show des Sommer-Dschungelcamps muss man Michael Wendler aber lassen, dass er verdammt hart im Nehmen ist. Nun hat er sogar gute Chancen, erneut ins "echte" Dschungelcamp einzuziehen. Von Christian Spolders

Es war am vorletzten Tag der RTL-Show "Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!" die Abendsendung, die mit der größten Spannung erwartet worden ist. Seit seinem Sturz vor einigen Wochen im Rahmen des Sommer-Dschungelcamps warteten seine Fans ebenso wie seine Feinde auf die Bilder der Aktion. Nun hat RTL geliefert.

Dabei dürfte den meisten der mehr als zwei Millionen Zuschauer bereits beim Zusehen ebenfalls das rechte Handgelenk wehgetan haben. Auf dieses war der Wendler nämlich beim Abseilen aus 53 Metern Höhe im Kölner Rheinauhafen so sehr gestürzt, dass die Ärzte des Eduardus-Krankenhauses in Köln ihn sofort operierten, um eine Lähmung zu verhindern.

Fotos: Der Wendler verletzt sich bei Sturz im Sommer-Dschungelcamp schwer FOTO: RTL

Aber was machte der Dinslakener noch kurz zuvor nach seinem Sturz? Er blieb seelenruhig. Ja, das Handgelenk schmerze, aber es sei alles gut, betonte der 43-Jährige ein ums andere Mal. Was er zu dem Zeitpunkt nicht wusste, sondern seinen ihn besuchenden Kolleginnen Melanie Müller und Gabby Rinne erst im Krankenhaus berichten konnte: Er hatte sich einen komplizierten Bruch im rechten Handgelenk zugezogen. Zwei Schrauben wird er für den Rest seines Lebens in der Hand behalten müssen.

"Leider werde ich Ende August noch einmal operiert", sagte er in der Show am Freitagabend, in der er sich im Zuschauer-Voting für das Finale am Samstagabend qualifiziert hatte. Er hoffe, am 26. September in Oberhausen wieder auf der Bühne zu stehen, zuvor müssten aber noch die sechs Nägel aus seinem Arm entfernt werden. "Ein toller Klavierspieler werde ich wohl nicht mehr werden, aber ein Mikrofon kann ich noch halten."

Wie angeschlagen der Wendler aber noch immer ist, zeigte die Empfehlung der Mediziner, die ihn nicht zur Live-Show nach Hürth fahren lassen wollten. Darum verfolgte er die zweistündige Sendung vor dem Fernseher in seinem Anwesen in Dinslaken und wurde immer wieder zugeschaltet. An seiner Seite: Dr. Bob. Der wiederum fand es am Niederrhein so schön, dass er vorschlug, das nächste Dschungelcamp "doch hier im Outback" aufzuzeichnen. Daraus wird aber vermutlich nichts.

Fotos: Das passierte vor dem Wendler-Unfall im Sommer-Dschungelcamp FOTO: RTL/Frank W. Hempel

Woraus durchaus etwas werden könnte: Mit einer erneuten Reise des Wendlers nach Australien. Denn sowohl seine Feinde als auch seine Freunde würden den Sänger wohl gerne wieder im Dschungelcamp sehen. Er selber brennt geradezu darauf, 2016 in der zehnten Staffel dabei zu sein. Dass er in der achten Staffel so schnell aufgegeben habe, "das war natürlich nix", wie er nun zum wiederholten Male eingestand. "Vielleicht muss man erstmal auf den Kopf fallen, um klar denken zu können." Und selbst Dr. Bob erkannte im Dinslakener mit dem verbundenen rechten Handgelenk einen Mann, der beim nächsten Mal nicht aufgeben, sondern es bis zum Ende durchziehen würde.

Genau diesen Eindruck macht der Wendler tatsächlich seit dem Tag seines freiwilligen Auszugs aus dem TV-Dschungel. Noch im Hotel an der Gold Coast sagte er "Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!" – und gilt für die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, die ohnehin sehr nett mit ihm umgingen, somit als Erfinder des Sommer-Dschungelcamps.

Sowohl bei "Promi Big Brother", als er nahezu die gesamte Show über im kargen Keller ausharren musste, als auch bei "Mission" für das Sommer-Dschungelcamp vor einigen Wochen schlug sich der Wendler deutlich besser als im Dschungelcamp 2014. "Er lässt jetzt nicht den Macho raushängen, er ist halt einfach ein Mann", lobte selbst Dschungelkönigin Melanie Müller. 

Fotos: Busenblitzer beim Sommer-Dschungelcamp 2015 FOTO: RTL / Stefan Gregorowius

Mit der hatte sich der einzige Mann in der Dreierrunde bei der 24-Stunden-Aufgabe in Köln überraschend gut verstanden. Während Gabby die von RTL verordnete Nacht in der Kanalisation neben einem Abfluss schlief, erfüllten die beiden gemeinsam die ihnen gestellte Aufgabe, immer wieder Quietscheenten aus der stinkenden Kloake zu fischen.

Auch bei der Abseilaktion jammerte der Wendler nicht, als er hoch über den Dächern der Domstadt gen Boden fiel. "Mir wurde zugerufen, dass ich das Seil loslassen soll", erinnerte sich der Wendler. "Das ist etwas völlig Unnatürliches, aber ich habe dem Folge geleistet."

Im Finale am Samstag, in dem es zunächst noch zu einer Vorausscheidung zwischen Walter Freiwald, Sara Kulka und Angelina Heger kommen wird, bekommt der Wendler allerdings harte Konkurrenz: In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Costa Cordalis, Ingrid van Bergen, Barbara Engel, Willi Herren, Sarah Knappik, Brigitte Nielsen und Joey Heindle für die Entscheidungs-Show qualifiziert. Die Entscheidung, wer als erster deutscher Promi zweimal ins Dschungelcamp darf, dürfte vermutlich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Nielsen, Heindle und dem Wendler werden.

Hier geht es zu den Bildern der Abseilaktion.

Weitere Informationen zum Dschungelcamp in unserem Dossier.

(spol)
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