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"Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"
Unter diesen Krankheiten leiden die Campbewohner

Fotos: Dschungelcamp 2016: Thorsten Legat isst und trinkt alles
Fotos: Dschungelcamp 2016: Thorsten Legat isst und trinkt alles FOTO: RTL/Stefan Menne
Gold Coast. Gunter Gabriel hat unter anderem wegen seiner körperlichen Gebrechen das Camp verlassen. Er ist nicht der einzige im Dschungel, der gesundheitlich nicht auf der Höhe ist. Worunter die Bewohner leiden – eine medizinisch fundierte Übersicht. Von Sebastian Dalkowski

Elvers-Elend, das: Bezeichnung für die über das übliche Maß hinausgehende Gesichts-Zerknautschtheit nach dem Aufstehen, die meist bis zum erneuten Einschlafen anhält. Während männliche Betroffene mit Gleichgültigkeit reagieren, akzeptieren weibliche Opfer ihr Schicksal nur widerwillig. Gerade im Anfangsstadium leugnen sie gegenüber sich und ihrer Umwelt ihre Krankheit durch aufwändige Foto-Shootings. Therapie-Zentren in Düsseldorf und am Bodensee sind in der Lage, die Symptome vorübergehend zu lindern.

Guntrifizierung, die: Sonderform der Vergreisung, die ausschließlich die männliche Bevölkerung betrifft; der Patient zeigt nicht nur die üblichen Symptome des Älterwerdens (Gesichtskrater, offenes Starren auf weibliche Geschlechtsteile, unerklärliche Geräusche), sondern glaubt auch, dass sein Erfolg im früheren Leben den täglichen Kontakt mit berühmten Personen der Zeitgeschichte ermöglichte (bsd. Countrystars). Schließlich fängt er damit an, die Schuld für seine Situation bei seinen Ex-Frauen zu suchen. Eine spezielle Diät aus Reis und Bohnen hat bei den untersuchten Betroffenen keine Wirkung gezeigt.

Konfro-Virus, das: Betroffene dieser gerade im Showgeschäft gefürchteten Aggressions-Krankheit suchen grundlos Streit mit ihrer Umgebung. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Gegenüber körperlich überlegen ist. Gefährlich ist der Virus vor allem, weil er die Opfer sozial isoliert, weshalb ihre Stärke meist gespielt ist und sie in Wirklichkeit sehr zerbrechlich sind. Ein Zusammenhang zur zwanghaften Neigung, sein Haupthaar bis zur Unkenntlichkeit zu verunstalten, bsd. durch Flecht- und Knüpfarbeiten, ist nicht auszuschließen. Fest steht, dass sie sich vor der Verantwortung drücken, wo sie nur können.

Legathenie, die: Schwäche, sich kein Leben ohne den eigenen Phallus oder phallusartige Gegenstände (bsd. Samurai-Schwerter) vorstellen zu können. Geht meist einher mit einem Selbstbewusstsein, das in der Realität keine Grundlage hat. Ein Legatheniker erkennt männliche Jungfrauen selbst in großen Menschenmengen und versorgt sie mit grundlegenden Ratschlägen, um ihren bedauerlichen Zustand zu überwinden.

Menderes-Mimik, die: Entstellung des Gesichtes, die dem Betroffenen jegliche Möglichkeit nimmt, Freude und Zuversicht auszudrücken. Nur in wenigen Fällen ist noch ein schüchternes Lächeln möglich. Nach aktuellen Erkenntnissen hat die Krankheit tiefenpsychologische Ursachen und weist auf ein in Kindheit und Jugend nur mangelhaft befriedigtes Bedürfnis nach Anerkennung und Zuneigung durch das eigene Umfeld hin. Von einem Leben in der Gesellschaft ausgeschlossen suchen viele Betroffene in der Showbranche ihr Glück. Die dort übliche Zurückweisung führt zu einer Verstärkung der Symptome.

Ortegarexie, die: Störung der linken Hirnhälfte, die vor allem auftritt, wenn man zu häufig gegen Wände läuft. Der Betroffene fasst schon im Kindesalter absurde Pläne (Kopf der Eltern einfrieren), entwickelt wissenschaftlich kaum haltbare Theorien (Vögel sind Nachkommen der Dinosaurier) und bringt bei jeder Gelegenheit seine Cojones ins Spiel. Kennzeichnend ist auch die Neigung, sich nicht für einen Beruf entscheiden zu können. Meist eröffnen die Betroffenen schließlich einen Imbiss für vegane Ketchup-Burger.

Volkkrankheit, die: bisher völlig unbekanntes Leiden, dessen Existenz von seriösen Wissenschaftlern bis heute bestritten wird. Weder Symptome noch Verlauf und Heilungschancen wurden bisher systematisch erforscht, auch Betroffene sind bisher nicht bekannt. Wird deshalb in der nächsten Version dieses Lexikons nicht mehr aufgeführt werden.

Wollersheim-Syndrom, das: nur bei Frauen auftretende Selbstbewusstseins-Schwäche. Die Betroffene hat so große Sorge, gehänselt oder übersehen zu werden, dass sie das Volumen einzelner Körperteile durch einen medizinischen Eingriff stark vergrößern lässt (bsd. Brust und Lippen). Damit einher geht eine Zuneigung zu älteren Männern, die mit der Hoffnung verknüpft ist, nicht verlassen zu werden. Umstritten ist, ob altenpflegerische Handlungen angestrebt oder nur in Kauf genommen werden.

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