| 13.00 Uhr

"Deutschland sucht den Superstar"
Jury wundert sich: Gladbacher aus Psychiatrie ausgebrochen?

Fotos: Menderes vorm Dschungelcamp noch bei Bohlen
Fotos: Menderes vorm Dschungelcamp noch bei Bohlen FOTO: RTL/Stefan Gregorowius
Düsseldorf. Auch in der vierten Folge der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar "versammelte sich eine bunt gemischte Schar an Teilnehmern, die auf die ganz große Gesangs-Karriere hoffen. Mal ernsthaft, mal kurios stellen sie sich der Jury. Die wunderte sich besonders bei dem Auftritt des Gladbachers Anton Tonkich - und zweifelte sogar an dessen Geisteszustand. 

Einer, der es wissen will, ist der professionelle Wrestler Fabius-Titus Gnauck aus Berlin. "Das, was da im Ring passiert, ist harte körperliche Arbeit", sagt er über seinen Job. Der 29-Jährige zieht dann auch schon vor dem eigentlichen Auftritt vor Dieter Bohlen und dem Rest der Jury alle Blicke auf sich. Im Wartebereich wrestelt sich Fabius an den verdutzten anderen Kandidaten vorbei durch den Raum und liefert eine bühnenreife Show ab.

Auf der wirklichen Bühne steht Fabius dann kurze Zeit später auch prompt mit einem blauen Auge vor der "DSDS"-Jury. Nachdem Fabius auch dort eine kleine Kostprobe seines Könnens gegeben hat, indem er Dieter Bohlens Bodyguard auf die Schulter hievt, zeigt er schließlich, was er stimmlich zu bieten hat. Und das ist laut Jury nicht viel.

H.P. Baxxter, den Fabius zuvor noch als seinen Joker festgelegt hatte, ist wenig begeistert von Stimme und Luftgitarren-Show. "Fand ich jetzt nicht so prickelnd", meint Baxxter und auch der Rest der Jury ist nicht sehr angetan. Michelle sagt: "Wenig Gefühl, laut." Auch wenn Bohlen ebenfalls nicht von den stimmlichen Qualitäten des Wrestlers überzeugt ist, findet er dennoch tröstende Worte: "Du bist bestimmt der am besten singende Wrestler", sagte Bohlen. Gereicht hat es trotzdem nicht. Was Fabius dazu gesagt hat? "Nächstes Jahr ist auch noch 'n Jahr." 

DSDS 2016: Der "Is mir egal"-Kandidat ist wieder da FOTO: RTL/Ralf Jürgens

Bei Anton Tonkich aus Mönchengladbach ist nicht ganz klar, ob er den ganzen Auftritt wirklich ernst oder doch eher als großen Scherz meint. Der 24-Jährige, der vor vier Jahren aus Litauen nach Deutschland gekommen ist, verdient sein Geld eigentlich als Vermögensberater, will die Jury an diesem Abend aber mit einem selbstgeschriebenen Lied überzeugen. Töne trifft er keine, und den Geschmack der Jury auch nicht. "Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie?", fragt H.P.Baxxter nach dem Auftritt und schiebt die Antwort gleich hinterher: "Für mich war es eine Tragödie."

Michelle unterstellt Anton sogar, aus der Psychiatrie ausgebrochen zu sein. Von seinem Lied habe sie ganz nebenbei kein Wort verstanden, weshalb sie nichts zu der Äußerung ihrer Kollegin Vanessa Mai sagen kann, die auch nicht begeistert ist, aber die Message des Liedes verstanden hat. Weiter ist Anton nicht. Aber er hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, auch wenn es ein verstörender war. 

Wer natürlich bei keiner Staffel fehlen darf, und auf den sicher viele Zuschauer gewartet haben, ist Kandidat Menderes Bagci. Von Anfang an ist er dabei. Und so darf er auch bei der 13. Staffel nicht fehlen. Natürlich möchte Menderes nach wie vor Gewinner der Staffel werden, aber der Unterschied zu vielen Teilnehmern, die zum ersten Mal dabei sind: Menderes hat bereits vier Songs veröffentlicht, hat eine große Fangemeinde und sogar schon Auftritte auf der Party-Insel Mallorca. "Ich habe "DSDS" viel zu verdanken, da kann man das Schiff doch nicht verlassen", sagte er vor seinem Auftritt. Er sei sich darüber bewusst, dass er nicht der beste Sänger sei, aber das mache er mit seiner Art wett, ist der 32-Jährige überzeugt.

DSDS 2016: die Kandidaten der zweiten Folge FOTO: RTL/Stefan Gregorowius

In diesem Jahr hat er sich in ein goldenes Hemd geschmissen, passend zu dem Song den er performt, "Pures Gold" von Norman Langen, ebenfalls ein "DSDS"-Gewächs. Überzeugen kann er dann aber nur Vanessa Mai, die sich als "DSDS"-Kind bezeichnet, das von Anfang an dabei war. Sie schätze, dass Menderes sich immer wieder neu erfinde. Michelle lässt sich davon nicht beeindrucken.

Und Dieter Bohlen? Menderes' großes Vorbild erteilt dem "DSDS"-Dauerbrenner ebenfalls eine Absage. "Nur an einen Traum zu glauben reicht nicht", sagt er.  Das trifft Menderes. Wie jedes Jahr. Ein bisschen sentimental wird Bohlen dann doch noch. "Ich hab dich lieb, das weißt du", sagt er und verspricht, "wenn ich das nächste Mal auf Mallorca bin wenn du auftrittst, komm ich vorbei." Immerhin.

Und unterkriegen lässt sich Menderes sowieso nicht. "Nächstes Mal klappt es bestimmt", sagt er. Zunächst aber hat er erst mal die Chance, Dschungelkönig zu werden.  Er ist bei der Show "Ich bin ein Star holt mich hier raus!", dabei, die am Freitag anläuft. Die Unterstützung des kompletten "DSDS"-Teams ist ihm jedenfalls sicher. 

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

DSDS 2016: Anton aus Mönchengladbacher aus der Psychiatrie ausgebrochen?


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.