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Wiesbaden
Ein Staatsanwalt mit Intuition

Wiesbaden. Bei der erfolgreichen ZDF-Krimireihe wird Wert auf Genauigkeit gelegt. Heute startet die zehnte Staffel. Von Andrea Löbbecke

Wenn es nach seinen Kollegen ginge, könnte der ZDF-"Staatsanwalt" Rainer Hunold auch im wahren Leben Oberstaatsanwalt sein. Der juristische Fachberater der ZDF-Sendung, Olaf König, bescheinigt dem Schauspieler das entsprechende Charisma. Er könne sich Rainer Hunold durchaus als richtigen Oberstaatsanwalt vorstellen, sagt Olaf König. Auch für Regisseur Johannes Grieser ist vor allem Rainer Hunold für den Erfolg der Serie verantwortlich. "Er spielt mit der nötigen Souveränität, und er hat eine Intuition für die Fälle", sagt er bei den Dreharbeiten in Wiesbaden.

Ab heute Abend, 20.15 Uhr, ist Schauspieler Rainer Hunold wieder in neuen Folgen der ZDF-Reihe "Der Staatsanwalt" zu sehen. Im ersten 60-Minüter geht es um einen "Mord nach Mitternacht". Es bleibt beim altbewährten Trio: Oberstaatsanwalt Bernd Reuther (Hunold), Kriminalhauptkommissar Christian Schubert (Simon Eckert) und Kriminalhauptkommissarin Kerstin Klar (Fiona Coors). Es ist bereits die zehnte Staffel der Reihe, die laut ZDF-Redakteur Günther van Endert die höchsten Zuschauerquoten aller Freitagskrimis des Senders erreicht. Im Durchschnitt hätten 2014 und 2015 rund 5,5 Millionen Menschen den Staatsanwalt geschaut.

Der 66-jährige Schauspieler Rainer Hunold gesteht, dass er mittlerweile sehr viel Respekt vor der Arbeit der Staatsanwälte habe. In früheren Rollen, etwa als Dr. Sommerfeld in "Neues vom Bülowbogen", sei er vorwiegend auf Sympathieträger abonniert gewesen, sagt Hunold. "Das wird auf Dauer etwas ermüdend. Staatsanwalt Reuther hat deutlich mehr Ecken und Kanten und auch Härte, da gibt es mehr zu spielen."

Der ZDF-"Staatsanwalt" ermittelt traditionell in Wiesbaden. Das Rathaus dient als Außenkulisse. Szenen im Gerichtssaal werden in echten Verhandlungsräumen des Justizzentrums aufgenommen.

Für Authentizität sorgt aber auch Oberstaatsanwalt Olaf König. "Man muss nicht alles erzählen, aber das, was man erzählt, muss stimmen", erklärt der Fachberater. Die Drehbücher sehe er deshalb zunächst nach juristischen Ungereimtheiten durch. "Man kann fast alles korrekt erzählen und es trotzdem spannend machen. Grundsätzlich gilt: Spannung vor Logik."

"Der Staatsanwalt", ZDF, 20.15 Uhr

(dpa)
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