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Wien
Ermittler mit Visionen

Wien. In einer Miniserie aus Österreich kämpft ein forensischer Psychologe gegen einen Pharmakonzern. Von Martin Weber

Er hat eine witzige Assistentin wie der amerikanische Fernsehheld Monk, arbeitet mit einer cleveren Kommissarin wie sein Kollege aus der US-Serie "The Mentalist" zusammen und verfügt über eine Kombinationsgabe wie Sherlock Holmes: Der forensische Psychologe Leo Benedikt, Hauptfigur der österreichischen Krimiserie "Janus", erinnert an bekannte TV-Vorbilder und ist trotzdem ein eigenständiger Charakter - mit Visionen.

Das hat zum einen mit dem pointierten Spiel von Hauptdarsteller Alexander Pschill zu tun und zum anderen mit einem recht originellen Plot. Es geht um den verbrecherischen Pharmakonzern "Janus", der es mit der Gesundheit der Menschen nicht so ernst nimmt und aus Profitgier über Leichen geht. Die Geschichte über den Kampf des Psychologen gegen die skrupellose Pillen-Mafia zieht sich wie ein roter Faden durch die siebenteilige Miniserie, die ab heute bis Mittwoch bei 3sat läuft. Benedikt muss sich in jeder Folge mit einem neuen Fall beschäftigen.

Zum Auftakt bekommt es der Wiener Seelendoktor mit einem ehemaligen Patienten zu tun, der eine Nachbarin bedroht haben soll. Auf die Bitte der energisch-burschikosen Kommissarin Cara Horvath (Franziska Weisz) schaut er sich den Mann an, befindet ihn für ungefährlich und geht mit der neuen Assistentin Miriam Karner (Barbara Kaudelka) seiner Wege.

Als die bedrohte Nachbarin kurz darauf mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus kommt, hat Benedikt ein Problem, denn sein Patient, der vom Mann der Verletzten angeschossen wurde und ebenfalls in der Klinik liegt, steht natürlich unter dringendem Tatverdacht. Der Psychologe kniet sich in den Fall und stößt schon bald auf eine Pille, die sein Schützling zu sich genommen hat - ein mysteriöses Medikament, das auch Benedikts Frau Agnes heimlich konsumiert.

Bei der Lösung des Falls verlässt sich Benedikt auch auf visionäre Zustände, in die er zuweilen abgleitet. Sie ermöglichen es ihm, den Tathergang akribisch zu rekonstruieren. In Österreich war die Miniserie vor drei Jahren ein Erfolg, wurde bislang aber trotzdem nicht fortgesetzt.

"Janus", 3sat, 20.15 Uhr

Quelle: RP
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