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Berlin
Ermittlungen im NSU-Sumpf

Berlin. Zum dritten Mal spielt Ronald Zehrfeld den eigenwilligen Detektiv Georg Dengler.

Sie sind schon ein ungewöhnliches Pärchen in der deutschen Krimilandschaft: Der Ex-Polizist und Privatdetektiv Georg Dengler (Ronald Zehrfeld) und die Hacker-Aktivistin Olga Illiescu (Birgit Minichmayr) passen so gar nicht ins Schema der oft glatt gebügelten TV-Ermittler. Der bullige Einzelgänger Dengler agiert gern einmal am Rande der Legalität, und seine Freundin Olga wird wegen ihrer Hacker-Aktivitäten polizeilich gesucht und ist in Amsterdam untergetaucht.

Dort beginnt der dritte Fall dieses unkonventionellen Duos, das nicht um die Sympathien der Zuschauer buhlt. Trotzdem sahen den letzten "Dengler"-Film vor einem Jahr immerhin 5,06 Millionen Menschen (15,2 Prozent Marktanteil). In dem neuen, hochkarätig besetzten Thriller "Dengler - Die schützende Hand" führt die Reise für den impulsiven Ex-Bullen und die kühl-analytische Computerexpertin mitten hinein in den jüngsten deutschen Rechtsterrorismus.

Dengler hat von einer unbekannten Person den Auftrag erhalten, die nur mangelhaft aufgeklärten Selbstmorde der NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt neu aufzurollen und etliche Widersprüche und Ungereimtheiten zu untersuchen. Olga ist zunächst entsetzt: "Denkst Du ernsthaft, dass ich Dir bei einem solchen Kack helfe", kontert sie genervt, aber lässt sich dann doch auf die gefährlichen Ermittlungen ein.

Zunächst kontaktiert Dengler seinen Ex-Chef Dr. Schweikert (Jürgen Prochnow), dann bekommt er vor Ort in Thüringen Hilfe von dem LKA-Mann Marius Brauer (Tom Wlaschiha). Die beiden inspizieren den Tatort und fragen sich, warum die Spuren am Wohnmobil der Terroristen kriminaltechnisch nicht gesichert wurden. Die endlose Reihe der Pannen und Versäumnisse führt Dengler zu den Polizeibossen und grauen Eminenzen Müller (Rainer Bock) und Jäger (Leonard Lansink), die alles tun, um die Ermittlungen zu behindern. Selbst vor Gewalt schrecken sie nicht zurück.

Auch der neue "Dengler"-Fall basiert auf einem Kriminalroman von Wolfgang Schorlau, dem schon wiederholt vorgeworfen wurde, dass er in seinen Büchern Fakten und Fiktion unzulässig vermische.

"Dengler - Die schützende Hand", ZDF, 20.15 Uhr

(dpa)
 
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