| 09.03 Uhr

Germanys Next Topmodel
Es wird wieder gehetzt, gelaufen, gestürzt

Heidi Klum sucht das nächste  Topmodel
Heidi Klum sucht das nächste Topmodel FOTO: ProSieben/ Oliver S.
Düsseldorf (RPO). Von 2000 Casting-Teilnehmerinnen wurden am Donnerstag 31 Mädchen in die zweite Runde von "Germanys Next Topmodel" gewählt. Auch in der fünften Staffel von Heidi Klums Modelsuche wird wieder gelacht und geweint, geherzt und gehetzt, gelaufen und schlecht gelaufen. Von Andrea Rachuy

 

In diesem Jahr kamen zum einzigen offenen Casting der Show so viele Mädchen wie noch nie. In nur wenigen Sekunden bekamen sie auf dem Laufsteg die Chance, ihr Potential zu beweisen. Sie alle träumten den Traum von einer Karriere als Supermodel.

Doch am Ende kann es nur eine geben, die den Titel als "Germanys Next Topmodel" gewinnt. Nur eine kommt auf das Cover der deutschen "Cosmopolitan". Nur eine wird das Gesicht der neuen Campagne von C&A. Vorher erwartet den Zuschauer zwei Monate Unterhaltung pur.

Gewinn, Konzept und Regelwerk der Show sind gleich geblieben. Jede Woche stellen sich die Kandidatinnen immer größeren Herausforderungen, fast jede Woche gibt es eine Entscheidung, jeden Donnerstag müssen eine oder mehrere ihre Koffer packen, Glanz und Glamour den Rücken kehren und ihr normales Leben weiterleben.

Die Jury ist mal wieder eine andere

Nur die Jury ist mal wieder eine andere. Klar, Heidi Klum ist noch da, wenn auch mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen als in den Jahren zuvor. Payman und Rolf wurden hingegen ausgetauscht. Neu dabei sind der Modefotograf Christian Schuller und Modemanager Qualid "Q" Ladraa.

In der ersten Runde stellten alle Kandidatinnen ihr Potential auf dem Laufsteg unter Beweis. Mit dem neu eingeführten Buzzer wurden mehr oder weniger geeignete Bald-Models angehalten. Manche wurden direkt in die nächste Runde weitergeleitet. Einige bekamen nach einem kurzen aber zumeist kritischen Smalltalk die Entscheidung verkündet. Andere mussten Eierlaufen, Hulla-Houp-Tanzen oder auf absatzlosen High-Heels laufen, bevor sie weiter kamen.

Hautenge Tube-Kleidchen und High-Heels 

Am nächsten Tag bekamen 64 Mädchen hautenge Tube-Kleidchen und ultrahohe High-Heels zur Verfügung gestellt. Erst ein kurzer Live-Walk, gefolgt von einem sogenannten Quick-Shooting. Der Fotograf machte nur vier Fotos von jedem Mädchen, die nicht nur ans Licht brachten, wie fotogen die Mädchen sind. Wichtiger war die Fähigkeit, sich unter enormem Zeitdruck möglichst wandlungsfähig zu zeigen. Diese Herausforderungen bestanden nicht alle mit Bravour und so mussten sich fünf Mädchen verabschieden.

Hier die nicht immer unbedingt vielversprechendsten Kandidatinnen, dafür aber spannendsten Charaktere unter den letzten 31:

Anna heißt die amtierende Miss Russland, die ihr hübsches Aussehen gern hinter Tonnen von Make-up versteckt und noch an einem modelmäßigen Laufstil arbeiten muss. Sie freute sich bei der Entscheidung um den Einzug in die nächste Runde zu früh. Heidi rief statt Anna Hanna auf und so musste sie wieder zurück zu den anderen bangenden Mädels. Am Ende kam sie aber doch weiter.

Miriam ist Stuntfrau und lieferte sich noch auf dem Catwalk mit Q einen Kampf – natürlich inszeniert. Ihre überzeugenden Argumente sind eine sportlich dünne Figur, ellenlange Beine und eine schlagfertige Wortwahl. Sie hatte kein Problem damit, auf Feldbetten im Schlafsaal zu übernachten und machte sich stattdessen Sorgen um das Auskommen mit den anderen Mädchen, die sich angeblich über nichts anderes sorgen als abgebrochene Fingernägel und andere Mädchenthemen. Die Ansage der Jury: Miriam muss muss noch an ihrer weiblichen Ader arbeiten.

Nadine wollte selbstbewusster werden und ist deshalb zum Casting gekommen. Auf dem Catwalk fiel die gerade 16-Jährige durch ihren besonders motzigen Blick auf. Der Mund war stets geschlossen. Und das aus gutem Grund: Die Schüchterne trägt Zahnspange. Das ist laut Christian aber kein Ausschlusskriterium, denn eine Spange sei vergänglich. Auch Heidi fand sie gut und fotogen. Schwups war auch sie eine Runde weiter. Die Unscheinbare gehört aber definitiv zu denjenigen, die einen längeren Weg zum Topmodel vor sich haben, als andere.

Laut Q handelt es sich bei den neuen Topmodel-Kandidatinnen um Rohdiamanten. Man freue sich darauf, die Kandidatinnen in den nächsten Wochen zu schleifen. Noch ist schwer einzuschätzen, welche von ihnen sich überhaupt schleifen lässt, welche sich als Plagiate herausstellen und wer am Ende besonders glänzen wird.

Am nächsten Donnerstag fahren die Mädchen gemeinsam nach Berlin und müssen sich schon im Zug einer neuen Herausforderung stellen. Im Bikini laufen sie über den zum wackligen Laufsteg umfunktionierten Mittelgang.

 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Germanys Next Topmodel: Es wird wieder gehetzt, gelaufen, gestürzt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.