| 18.11 Uhr

Deutsch-französischer Medienpreis
Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl wird geehrt

Die CDU-Spendenaffäre
Die CDU-Spendenaffäre FOTO: ddp
Saarbrücken (RPO). Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) erhält in diesem Jahr den deutsch-französischen Medienpreis. Der 79-Jährige habe entscheidend dazu beigetragen, die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich zu überwinden und den Blick beider Völker stattdessen auf das Verbindende zu lenken, sagte der Vorsitzende des Deutsch-Französischen Medienpreises und Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), Fritz Raff.

Kohls konsequentes und unbeirrbares Eintreten für die deutsch-französische Aussöhnung und Zusammenarbeit liege bereits in seiner Kindheit begründet. Er sei in einer Epoche aufgewachsen, in der Frankreich der Mehrheit der Deutschen noch als Erzfeind galt. Kohl habe die scharf gezogene Grenze als Trauma empfunden, sagte Raff.

Der Händedruck von Verdun

Der Händedruck von Verdun sei zum Symbol einer Phase der deutsch-französischen Beziehungen geworden, sagte Raff weiter. Die Geste habe nicht nur bis heute greifbare Ergebnisse wie den europäischen Kultursender Arte oder das Eurokorps hervorbrachte, sondern auch einen Vorbildcharakter für die europäische Einigung begründet.

Die zwölf Ausrichter des Journalistenpreises, darunter der SR, Arte, das Deutsch-Französische Jugendwerk, Deutschlandradio, France Télévisions, Radio France und Radio France Internationale, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und das ZDF vergeben die Auszeichnung an Personen, die sich in ihrem Berufsleben besonders für die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich engagiert haben. Die Auszeichnung wird seit 1983 jährlich vergeben. Preisträger waren unter anderen Moderator Ulrich Wickert und Journalistin Pascale Huges.

(DDP/nbe)
 
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