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Peking
Facebook testet mit heimlicher Foto-App chinesischen Markt

Peking. Facebook hat in China anonym eine Foto-App gestartet, um den Markt zu testen. Das neue Programm ist stark abhängig von dem in China dominanten sozialen Netzwerk "WeChat", um Fotos zu teilen. "Colorful Balloon" ist bereits seit Mai auf dem Markt. Doch enthüllte die "New York Times" erst jetzt die Verbindung zu Facebook, das wie viele andere soziale Netzwerke aus dem Ausland in China gesperrt ist.

Nutzer zeigten sich am Montag begeistert. "Es hat definitiv den Stil von Facebook", kommentierte einer. "Ich hoffe, sie kommen nach China zurück." Ein anderer fragte, warum Mark Zuckerberg "so besessen von China ist". Der Facebook-Gründer ist häufig in China, spricht auch etwas Chinesisch. Die Eltern seiner Frau sind Chinesen, die mit dem Boot aus Vietnam geflüchtet und in die USA gekommen waren.

Chinas Zensur blockt außer Facebook auch den Kurznachrichtendienst Twitter, Instagram sowie alle Google-Dienste, Youtube oder auch Webseiten großer internationaler Zeitungen. Hinter der "großen Firewall" florieren "WeChat", der Kurznachrichtendienst "Weibo" oder die Suchmaschine "Baidu", die politisch heikle Inhalte oder Kommentare selber streichen.

Die Applikation "Colorful Balloon" verspricht seinen Nutzern, Fotos und Videos schnell zu organisieren und Alben zu schaffen, die mit Freunden und Familienmitgliedern geteilt werden können.

(dpa)
 
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