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Böhmermanns Erdogan-Satire
Türkei nennt Gedicht "Verbrechen gegen Menschlichkeit"

Porträt: Böhmermann – Podolski-Imitator, Komiker, ZDF Neo
Porträt: Böhmermann – Podolski-Imitator, Komiker, ZDF Neo FOTO: dpa, bsc
Istanbul. Die türkische Regierung hat sich noch einmal zum umstrittenen Erdogan-Gedicht von ZDF-Moderator Jan Böhmermann geäußert. Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus nennt es ein "schweres Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Das Gedicht sei nicht nur eine Beleidigung von Präsident Recep Tayyip Erdogan, sondern von allen 78 Millionen Türken, sagte  Kurtulmus am Montag im südosttürkischen Sanliurfa. "Deshalb wollen wir als Republik Türkei natürlich, dass dieser unverschämte Mann im Rahmen der deutschen Gesetze sofort wegen Beleidigung eines Präsidenten bestraft wird."

Kurtulmus betonte aber, die Türkei wolle "absolut keinen politischen Druck" auf Deutschland ausüben. Er warf Böhmermann vor, mit dem Gedicht ein "schweres Verbrechen gegen die Menschlichkeit" begangen zu haben. Der Text habe "alle Grenzen der Schamlosigkeit übertroffen". Die Regierung in Ankara könne das nicht akzeptieren.

(dpa)
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