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Supertalent 2010
Freddy Sahin-Scholl gewinnt das Finale

Freddy Sahin-Scholl ist das Supertalent 2010
Freddy Sahin-Scholl ist das Supertalent 2010 FOTO: dapd
Köln (RPO). Er hat mit seinen zwei Stimmen die RTL-Castingshow und die Herzen der Zuschauer gewonnen. Das Supertalent 2010 heißt Freddy Sahin-Scholl. Er setzte sich im Finale am Samstagabend gegen die verbliebenen elf anderen Kandidaten durch. Jetzt darf er sich über 100.000 Euro freuen.  

Als das Ergebnis bekanntgegeben wird,  schlägt Freddy überglücklich seine Hände vor das Gesicht. Sein Traum ist in diesem Moment in Erfüllung gegangen: Er ist das Supertalent 2010 und darf sich nebenbei über eine Siegprämie von 100.000 Euro freuen. Was er mit dem Geld anfangen wird, weiß er noch nicht genau.

Bis das Voting nach der 60-minütigen Unterbrechungspause verraten wurde, mussten die Zuschauer vor den Fernsehgeräten lange ausharren. Erst um 1.06 Uhr am Sonntagmorgen verkündete das ach so witzige Moderatoren-Duo Marco Schreyl und Daniel Hartwich nach unzähligen Werbeunterbrechungen endlich den Sieger - vielleicht sollte jemand den beiden bei RTL mal sagen, dass es alles andere als spannend ist, mit nervigen Kommentaren ("noch ist alles offen, noch ist es spannend, noch können Sie alles entscheiden") zu versuchen, künstlich Spannung zu erzeugen.

"Freddy, Du bist ein Supertalent"

Freddy Sahin-Scholl, der Mann mit den "zwei Wunderstimmen",  überzeugte mit seinem selbst komponierten Lied "carpe diem" (nutze den Tag). Die Jury war begeistert. Besonders Dieter Bohlen war hin und weg: "Freddy, du bist ein Supertalent! Diese Gabe hast nur du. Mit dieser Begabung könntest du auf der ganzen Welt singen!" Das sahen  die Zuschauer auch so und setzten Freddy mit ihren Anrufen die Supertalent-Krone auf.

"Die Nummer ist der Oberkracher", meinte Bohlen. Für ihn war Sahin-Scholl der Favorit auf den Titel "Supertalent 2010" - "nicht nur, weil wir einen zweiten Freddy (Quinn) brauchen", sondern weil er ein wahres Supertalent sei und eine Weltkarriere machen könne. Bei Plattenfirmen sei er bisher immer abgewiesen worden. Seinen Beruf des Krankenpflegers gab der verheiratete Karlsruher vor 17 Jahren auf, um sich voll und ganz seiner Musik widmen zu können. Laut RTL ist er Deutsch-Amerikaner mit arabischen Wurzeln. Er sei im Heim aufgewachsen und als dunkelhäutiger Junge oft von den anderen Kindern gehänselt und ausgegrenzt worden.

Ob skurril, beeindruckend oder komplett talentfrei – auf den Weg zum "Supertalent" machten sich auch in der vierten Staffel wieder viele: Von rund 40.700 Bewerber blieben im Finale am Samstag zwölf übrig, die Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell sowie die Zuschauer zuvor von ihren Talenten mehr oder weniger überzeugen konnten. Im Finale stetze sich Freddy dann deutlich in der Gunst des Publikums durch. Er erhielt 22,4 Prozent der Anrufe. Dahinter auf den zweiten und dritten Plätzen landeten Michael Holderbusch und Tobias Kramer. Ein wenig überraschend schaffte Allesschlucker Stevie Star nicht den Sprung aufs Treppchen.

Jury geht getrennte Wege

Nach dem großen Finale geht die Jury wieder getrennte Wege. Sylvie van der Vaart, Dieter Bohlen und Bruce Darnell wollen nach sechs Monaten Casting-Show jetzt erstmal in Ruhe Weihnachten feiern und das neue Jahr begrüßen. Für den Pop-Titanen bleibt allerdings nicht viel Zeit, um Luft zu holen: Schon im Januar startet für ihn die neue Staffel von "Deutschland sucht den Superstar".

Übrigens: Auf den Tag genau vor einem Jahr gewannen Ivo und seine Hundedame die Talent-Show – was aus den beiden geworden ist, ist nicht bekannt. Mal sehen, ob nächstes Jahr um die gleiche Zeit mehr über den diesjährigen Gewinner bekannt sein wird. Man darf gespannt sein – oder auch nicht...

(csh/felt)
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