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US-Serie "Friends"
Freunde seit 20 Jahren

Berlin. Die US-Serie "Friends" hat neue Maßstäbe bei Gage und Beliebtheit gesetzt. Hierzulande startete sie 1996 schwach. Von Martin Weber

Sie war eine der erfolgreichsten Fernsehserien aller Zeiten und setzte neue Maßstäbe: Die US-Sitcom "Friends" über die sechs schicken, schrägen und schlagfertigen Mitglieder einer New Yorker Freundesclique. Jeder der Hauptdarsteller kassierte pro Episode eine Million Dollar, Stars wie Brad Pitt, Julia Roberts oder Bruce Willis traten in Gastrollen auf. Das mit Spannung erwartete Serienfinale in den USA sahen rund 52 Millionen Zuschauer. Vor 20 Jahren kam "Friends" auch nach Deutschland: 1996 zeigte Sat.1 die erste Folge der Sitcom, die Schauspielerin Jennifer Aniston zum Weltstar machte.

"Wir waren eben in der Position, das Geld zu kriegen", erinnerte sich Matt LeBlanc an die Wahnsinnsgage, die er für seine Serienrolle des einfältig-gutmütigen Joey bekam. LeBlanc und seine fünf Schauspielkollegen hatten für die finale zehnte Staffel von "Friends" ein Honorar von jeweils einer Million Dollar pro Episode ausgehandelt - damit durchbrachen die sechs jungen Leute, die auch privat miteinander befreundet waren, eine Schallmauer in der TV-Branche. Als die Serie 1994 bei NBC startete, hatten die bis dahin noch weitgehend unbekannten Schauspieler Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, David Schwimmer, Matthew Perry und Matt LeBlanc noch 20.000 Dollar pro Person und Folge erhalten.

Doch dann wurde die Sitcom über Alltagssorgen und Liebesfrust junger Großstädter zu einem bahnbrechenden Erfolg, der weltweit nicht nur die Zuschauermassen anzog - auch Fernsehkritiker waren begeistert von turbulenten Storys, pointierten Dialogen, zuweilen absurder Situationskomik und den charmanten Hauptfiguren, die das Lebensgefühl vieler junger Menschen in den neunziger Jahren perfekt auf den Punkt brachten. Vor allem Jennifer Aniston, die sich als chaotisch-liebenswerte Rachel in den 236 Folgen der Serie in diverse Liebesabenteuer stürzte und sich schlussendlich zu ihrem On-Off-Freund Ross (David Schwimmer) bekannte, wurde eine Stilikone. Für einen 30-Sekunden-Spot in der finalen Folge kassierte der Sender 2004 zwei Millionen Dollar - Rekord.

Anders als in den USA kam die Serie in Deutschland nur schwer in die Gänge: Nachdem zunächst Sat.1 "Friends" mit eher mäßigem Erfolg im Programm hatte, kam erst nach einigen Jahren Schwung in die Sache, als ProSieben die Serie am Vorabend und schließlich auch in der Primetime zeigte. Als der Sender im Oktober 2005 die letzte Folge von "Friends" ausstrahlte, hatte der bemerkenswerte Mix aus Sitcom und Seifenoper auch in Deutschland zahlreiche Fans gewonnen, die traurig darüber waren, dass sie künftig ohne Rachel, Monica, Chandler und die anderen TV-Freunde aus New York auskommen mussten.

Quelle: RP
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