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"Club der roten Bänder"
Fünf Freunde und ein Toter

"Club der roten Bänder": Fünf Freunde und ein Toter
Hugo – der gute Geist (Nick Julius Schuck): Zwei Jahre lag er im Koma, nun versucht Hugo, wieder Kontakt zur Außenwelt zu bekommen, und muss fast alles neu lernen. Alex – der Hübsche (Timur Bartels): Am Ende der ersten Staffel ist Alex gestorben. Er erscheint seinen Freunden aber immer noch und gibt Ratschläge. Emma – das Mädchen (Luise Befort) und Leo – der Anführer (Tim Oliver Schulz): Emma hat ihre Magersucht überwunden, kommt aber jeden Tag ins Krankenhaus, weil sie in Leo verliebt ist. Der fürchtet, dass der Krebs wieder zurückgekommen ist. Toni – der Schlaue (Ivo Kortlang): Toni hat eine leichte Ausprägung des Asperger-Syndroms. Da seine Knochenbrüche verheilt sind, muss er die Klinik verlassen. Aber der Club findet eine Lösung. Jonas – zweiter Anführer (Damian Hardung): Jonas hatte Krebs und kommt nun gut klar mit seiner Unterschenkel-Prothese. Sein Problem: Liebeskummer wegen Emma. FOTO: Vox
Köln. Heute startet Vox die zweite Staffel vom "Club der roten Bänder" mit bekannten Mitgliedern und neuen Problemen. Von Martina Stöcker

Der "Club der roten Bänder" steht kurz vor der Auflösung: Die magersüchtige Emma ist geheilt, träumt von einer Ausbildung in Berlin und kommt nur noch zu Besuch ins Krankenhaus. Jonas hat den Krebs überwunden und könnte seine Reha zu Hause fortsetzen. Tonis Knochenbrüche sind verheilt, auch er könnte die Klinik verlassen. Doch der Zusammenhalt unter den Freunden ist groß, niemand in der Welt dort draußen versteht die Ängste und Sorgen der anderen so gut wie die Clubmitglieder.

Ab heute läuft die zweite Staffel der Vox-Erfolgsserie, die das Leben von sechs schwer kranken Jugendlichen in einem Krankenhaus erzählt. Es geht nicht nur um Diagnosen und Therapien, sondern um Freundschaft, erste Liebe, den Wunsch, normal zu sein, zu leben, Spaß zu haben - trotz Krebs und anderen schweren Erkrankungen. Fans der Serie werden sich über die sechs Clubmitglieder wundern, aber Alex (Timur Bartels), der zwar Ende der ersten Staffel an einem Herzfehler gestorben ist, nimmt Hugos Platz als "guter Geist" ein und rückt den Freunden im rechten Moment den Kopf zurecht. In der zweiten Staffel müssen die Freunde beweisen, dass sie auch über die Distanz zusammenhalten, dass sie neue Menschen in ihr Leben lassen und sie auch wieder mit Rückschlägen zurechtkommen können.

Die Geschichte basiert auf dem Bestseller des spanischen Autoren Albert Espinosa ("Glücksgeheimnisse aus der gelben Welt"). Als Jugendlicher hat er selbst zehn Jahre im Krankenhaus verbracht, und wie zwei der Serienhelden (Leo und Jonas) hat er wegen seiner Krebserkrankung ein Bein verloren. "Durch die Serie sollen die Leute verstehen, dass wir Kinder mit Krebs waren, aber nicht aufgehört haben zu leben, uns zu verlieben, glücklich zu sein", sagt er. In Spanien ist die Besucherzahl auf den Kinderstationen nach der Ausstrahlung der Serie um 40 Prozent gestiegen, der Stoff wurde mittlerweile in 20 Ländern verfilmt. Den Charme der deutschen Serie erreichen allerdings wenige.

Die erste Staffel der ersten selbst produzierten Fiction-Serie brachte Vox gute Quoten - beim Finale schalteten 2,71 Millionen Zuschauer ein, in der Gruppe der 14- bis 29-jährigen Frauen verfolgt jede Dritte die Clubaktivitäten. Dazu gab es gleich mehrere Auszeichnungen - unter anderem den Deutschen Fernsehpreis und den Grimme-Preis. Das Ensemble wurde zudem mit dem Deutschen Schauspielpreis geehrt. Regisseur Richard Huber sowie die Produzenten Gerda Müller und Jan Kromschröder der in Monheim gedrehten Serie erhielten den Bayerischen Fernsehpreis.

"Der Club der roten Bänder", Vox, Doppelfolgen, montags, 20.15 Uhr

Quelle: RP
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