| 13.23 Uhr

Grill den Henssler 2016
"Feuerwehr-Hähnchen" als Hauptspeise

Das große Finale
Das große Finale FOTO: VOX / Frank W. Hempel
Köln. Beim großen Staffelfinale hat sich der TV-Koch knapp gegen seine Promi-Konkurrenten durchsetzen können. Doch dafür musste Steffen Henssler eine wilde Aufholjagd hinlegen. Und die Jury musste stellenweise darunter leiden. Von Marcel Romahn

Bisher konnte Steffen Henssler in jeder Folge die Jury mit seinen Gerichten für sich gewinnen. In der vergangenen Woche wurde er lediglich von Moderatorin Gülcan Kamps bei einer Speise geschlagen. Für den Gesamtsieg reichte es trotzdem mit souveräner Führung. Diesmal wurde es deutlich enger.

Wie immer viele Zutaten

"Auch heute haben wir natürlich wieder blind in die Regale gegriffen", kündigte Moderatorin Ruth Moschner vor dem Impro-Gang an. Stimmt, in der ersten Runde mussten Steffen Henssler sowie seine Gegner Tänzerin Motsi Mabuse, Volksmusiker Stefan Mross und Schauspieler Tim Oliver Schultz wieder ein Sammelsurium aus Zutaten in etwas Schmackhaftes verwandeln.

Spaghetti, Pumpernickel, ein Zitronen-Lolli, Flank vom Rind, Artischocken, Granatapfel und Enoki-Pilze - nur acht Minuten Zeit hatte das Promi-Team ein letztes Mal in Staffel sechs, um den Henssler im Impro-Gang - laut Moschner die Spezialität des TV-Kochs - zu grillen.

Es war einfach nicht sein Gang. Besonders Jurymitglied Heinz Horrmann ging hart mit dem Henssler ins Gericht. "Weil es ein so schöner Abend ist, gebe ich wenigstens noch drei Punkte", so der Restaurant-Kritiker. Das hat gesessen - lange Miene beim Gastgeber. Auch das Votum der andere Jury-Kollegen konnten den TV-Koch nicht retten. 14:9 für die Promis im Impro-Gang.

Beim Hähnchen kommen Tränchen

Schon 2014 versuchte Motsi ihr Glück in der Koch-Show. Dieses Mal setzt sie auf eine Vorspeise "Hühnchen mit Chakalaka und Pap" aus ihrer Heimat Südafrika. Ein Heimvorteil? "Chakalaka ist auf jeden Fall immer dabei, wenn ich zuhause für meine Freunde koche", sagt die Tänzerin im Plausch mit Ruth Moschner.

Die Verkostung wird zur extrem scharfen Angelegenheit - besonders für Reiner Calmund, der bei einigen Löffeln schon leicht ins Schwitzen kommt. Motsis Hähnchen hat es dem jedoch Juror angetan: "Kross, knackig, lecker", lautete das Urteil. Der Teller des Hennslers dagegen sei ein Grund für einen Misstrauensantrag. "So was kannste nur beim Feuerwehrfest servieren." so Calmund. Zur Strafe verliert der TV-Koch auch diese Runde mit 11:15 an die Promis.

"Gebratener Wolfsbarsch mit Bandnudeln, Paprika und Weißweinsauce" stand anschließend als Hauptgericht auf der Karte. Für Stefan Mross, der in seiner Freizeit eher auf Nudeln mit Ei und Ketchup zurückgreift, ist das Gourment-Menü eine Herausforderung. Aber er schlägt sich gut. Jurymitglied Natalie Lumpp spricht von einer "wirklichen Schönheit auf dem Teller" und vergibt sechs Punkte für den Sänger.

Doch hier hat Heinz Hormann das letzte Wort. Und seine Ansprüche sind überhaupt nicht erfüllt. "Der Teller entspricht nicht den Vorgaben", kommentiert er das Promi-Gericht. In der Gesamtwertung holt Steffen Hennsler 22:17 Punkte. Die Aufholjagd hat begonnen.

"Calli" kürt Finalsieger

Schauspieler Tim Oliver Schultz beeindruckt mit seiner lockeren Art in der Küche besonders die Moderatorin. "Ich habe noch nie einen jungen Mann in unserer Sendung gesehen, der sich so souverän in der Küche bewegt", lobt Ruth Moschner den 27-Jährigen, während dieser das Dessert zubereitet: "Bratbirne mit Matcha-Vanille-Sauce und Absinthschaum".

48:49 aus Sicht des TV-Kochs war der Zwischenstand, als die Jury zum letzten Mal in der Staffel zur Verkostung zusammentrat. Beide Desserts überzeugen die Juroren. Am Ende liegt es an "Calli", den Sieger des Abends zu bestimmen: "Fantastisch auf beiden Tellern". Doch die Runde geht mit 23:20 an den TV-Koch - der Finalsieg.

Um Haaresbreite, mit 71:69 Punkten, schafft es Steffen Henssler, eine (fast) perfekte Kochstaffel 2016 hinzulegen.

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