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Dominanz der öffentlich-rechtlichen Sender
Grimme-Preise in Marl verliehen
Stars und Gewinner beim Grimme-Preis 2012
Stars und Gewinner beim Grimme-Preis 2012 FOTO: dpa, Henning Kaiser
Marl. Die diesjährigen Grimme-Preise sind am Freitagabend in Marl vergeben worden. Bei der festlichen Verleihung im Stadttheater dominierten einmal mehr die öffentlich-rechtlichen Sender: Sie erhielten in den Hauptkategorien "Fiktion", "Information und Kultur" sowie "Unterhaltung" elf der zwölf begehrten Trophäen.

Der Sonderpreis des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für herausragende Verdienste um das deutsche Fernsehen ging in diesem Jahr an die Schauspielerin Hannelore Hoger ("Bella Block").

Durch den Abend führte TV-Moderator Michael Steinbrecher. "Ich freue mich über diesen Preis und fühle mich sehr geehrt", sagte Schauspielerin Hoger bei der Verleihung. Viel Lob mache sie allerdings immer auch befangen, fuhr sie fort. "Mit Lob wächst immer auch der Erwartungsdruck, damit erhöht sich der Herzschlag, aber auch Zweifel" erklärte Hoger.

"Du bist mein Herz."

Sie würdigte zugleich ihre Kollegen, ebenso die Zuschauer. Einige Worte richtete die Preisträgerin auch an ihre Tochter Nina Hoger, ebenfalls bei der Verleihung zugegen. "Du bist mein Herz", betonte sie unter Tränen.

Weitere Preisträger sind Iris Berben ("Liebesjahre", ZDF) und Bjarne Mädel ("Der Tatortreiniger", NDR). Berben schwärmte von der Arbeit zum Film und freute sich über die Auszeichnung: "Jetzt steht man hier und bekommt einen so tollen Preis - ist das nicht schön?" sagte Berben.

Ebenfalls in der Kategorie "Fiktion" ausgezeichnet wurden die Fernsehspiele "Homevideo" (Arte/NDR/BR), "Die Hebamme" (ZDF/ORF)
sowie die beiden ARD-Produktionen "Ein guter Sommer" und "Dreileben".

Bei den Informations- und Kultursendungen siegten die Beiträge "Geschlossene Gesellschaft - Der Missbrauch an der Odenwaldschule" (ARD/SWR/HR), "Die Jungs vom Bahnhof Zoo - Alarm am Hauptbahnhof" (RBB/NDR), "Auf den Straßen von Stuttgart 21" (ARD/SWR) sowie "The Other Chelsea" (ZDF) und "Mein Leben - Die Fotografin Sibylle Bergemann" (Arte/ZDF). In der Sparte "Unterhaltung" machten die Tele5-Produktion "Walulis sieht fern" und "Der Tatortreiniger" (NDR)
das Rennen.

Der Grimme-Preis wurde in diesem Jahr zum 48. Mal vergeben. Gestiftet hat die Trophäen der Deutsche Volkshochschul-Verband. Der Preis ehrt die Macher von TV-Beiträgen, die in besonderer Weise als als "Vorbild für die Fernsehpraxis" dienen.

Quelle: APD
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