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Berlin
Schauspieler Gunnar Möller 88-jährig gestorben

Berlin. Liselotte Pulver trägt Zöpfe, und die Geigen über Ungarn jauchzen: "Ich denke oft an Piroschka" ist ein Klassiker des deutschen Nachkriegskinos. Gunnar Möller wurde 1955 mit dem Lustspiel berühmt. Er selbst spielt darin den verliebten Studenten Andreas. Es sollten zwar viele Rollen im Kino, Fernsehen und Theater folgen, unter anderem im "Tatort" oder bei "Unser Charly", doch "Piroschka" blieb seine berühmteste. "Eigentlich", sagte Möller einmal, "hätte ich nur den einen Film drehen müssen, alle anderen Filme mit mir sind in Vergessenheit geraten." Am 16. Mai ist Möller nach Angaben seiner Agentur mit 88 Jahren in Berlin gestorben.

Geboren wurde Möller in Berlin-Neukölln. Seine Karriere begann, als er elf Jahre alt war. Möllers Leben hatte aber auch dunkle Seiten: 1979 erschlug er seine Frau nach 25 Ehejahren im Streit um die bevorstehende Scheidung. Zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, kam er jedoch nach 26 Monaten wegen guter Führung auf Bewährung frei.

(dpa)
 
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