| 12.56 Uhr

ProSieben-Show "Himmel oder Hölle"
Wenn das Raabs Nachfolge sein soll, dann gute Nacht

"Himmel oder Hölle" – Bilder der Show
"Himmel oder Hölle" – Bilder der Show FOTO: ProSieben
Köln. Trotz schwacher Quoten im vergangenen Jahr hat sich ProSieben für eine Neuauflage seiner Samstagabendshow "Himmel oder Hölle" entschlossen. Ein Düsseldorfer Pärchen ging mit 1000 Euro nach Hause. Von Christian Spolders

Wer glaubt, dass sich die Spielshow "Schlag den Raab" lange hinzieht, wenn der Sieger erst nach 1 Uhr ermittelt ist, der hat sich noch nie eine der drei Folgen von "Himmel oder Hölle" angesehen. Die ProSieben-Show dauert zwar "nur" knappe drei Stunden, allerdings fällt es einem bereits nach der ersten schwer, nicht umzuschalten.

Niedriges Niveau

Fest steht: Die Fußstapfen, die diverse Stefan-Raab-Samstagabend-Shows ab Januar hinterlassen, sind auch für die von Jochen Schropp und Evelyn Weigert moderierte Sendung zu groß. Und zwar deutlich. Die Moderatoren wirken dem Format nicht gewachsen, dabei ist das Niveau schon ziemlich niedrig.

Dabei geben sie sich alle Mühe, so jugendlich wie möglich rüberzukommen. Was man Joko Wintescheid und Klaas Heufer-Umlauf aber abnimmt, wirkt bei ihnen aufgesetzt. Sprüche wie "ihr zwei Lümmel", "zwei so Spackos" oder "ihr habt mehr Eier im Gesicht als Gina Wild zu ihren besten Porno-Zeiten" wirken wenig spontan, sondern bemüht und auswendig gelernt.

Zehn Fragen oder Spiele bis 50.000 Euro

Die Spielregeln: Zwei gemeinsam antretende Kandidaten müssen, um bis zu 50.000 Euro zu gewinnen, bis zu zehn Fragen, die extra für eine jüngere Zielgruppe ausgewählt worden sind, beantworten. Sind sie sich bei einer Antwort unsicher, dürfen sie vom "Himmel" in die "Hölle", wo sie ein Spiel gewinnen müssen. Bei diesen geht es darum, sich zu überwinden und maximal lächerlich zu machen. Der Unterschied zur ersten Staffel: Damals trat nur ein Kandidat an, nach 1,93 Millionen Zuschauern bei der Premiere entschieden sich beim zweiten Mal aber nur noch 750.000 TV-Zuschauer für das Format.

50.000 Euro für Hamburger Freunde

Zwei Freunde aus Hamburg haben in der dritten Sendung immerhin 50.000 Euro abgestaubt. Flemming und Tim mussten unter anderem beantworten, was ein "Prinz Albert" ist (ein Intim-Piercing), wie ein beliebtes Youtube-Video weitergeht und welchen Film ein Bilderrätsel (aus Las Vegas und Jürgen Drews wird "Casino Royale") ergibt.

In der Hölle landeten sie dabei rekordverdächtige fünf Mal. Ihre Aufgaben: Eier an ihrem Kopf kaputtschlagen, bis sie unter den 30 das eine mit roter Farbe finden, heiße Glühbirnen aus der Fassung drehen, fünf tote Fische mit dem Mund aus einem mit 100 Liter Eiswasser gefüllten Aquarium angeln, mit verbundenen Augen durch einen Elektro-Zaun-Parcour marschieren und sich Würstchen mit dem Mund übergeben, während sie mit einem Gummiband unter der Nase davon abgehalten werden, sich zu nähern.

Schlag den Raab: alle Kandidaten auf einen Blick FOTO: dpa

Weniger erfolgreich schlugen sich Constanze und Pierro aus Düsseldorf. Der Store-Manager und die Absolventin eines Modemanagement-Studiums schafften es bis zur vierten Frage. Da sie sich bei einer Rechenaufgabe aber nicht sicher waren, wie viele Arbeitsstunden drei Stylisten für eine Frisur benötigen, wenn fünf Stylisten zwölf Stunden brauchen, gingen sie in die "Hölle". Dort schafften sie es binnen einer Minute nicht, unter Einfluss von Stromschlägen Cocktailgläser so voll zu einem Behälter zu führen, dass dieser sich bis zu einer bestimmten Marke füllt. Das dritte und letzte Kandidaten-Paar, die redseligen Freunde Oli und Marc aus Berlin, gewann 10.000 Euro.

Hier geht es zu den Bildern der Show.

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"Himmel oder Hölle" auf ProSieben: Düsseldorfer gewinnen 1000 Euro


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