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Berlin
Jan Böhmermann : "Ein bisschen viel Druck auf einmal"

Berlin. Jan Böhmermann hat in der ersten Folge seines Podcasts "Fest & Flauschig" Einblicke in seine Gefühlswelt gewährt. Als Künstler steht der 35-Jährige weiter hinter seinem Schmähgedicht und bezeichnet sich als "der kalte Fisch", dem es egal sei, verklagt zu werden. "Künstlerisch war das eine geile Nummer", sagte Böhmermann, "schade, dass sie von mir war."

Als Privatperson habe ihn der Wirbel um den Text verunsichert. "Persönlich war das doch ein bisschen viel Druck auf einmal." Dass seine Satire so auf seine Existenz zurückwirken könne, habe er nicht gedacht. "Die Luft wird dann doch ein kleines bisschen dünn, wenn abends die Polizei bei dir an der Tür klingelt und dann sagt: ,Wir müssen Sie mal kurz hier rausholen, weil wir um Ihre Sicherheit besorgt sind'", so Böhmermann. Das habe ihn zu einer Auszeit bewogen - auch mit Blick auf seine Familie.

Dem von manchen Kritikern geäußerten Vorwurf, er könne austeilen, aber nicht einstecken, entgegnete Böhmermann: "Ich bin doch nicht auf Augenhöhe mit der mächtigsten Frau Europas oder der Welt und auch nicht mit einem Staatspräsidenten." Er sei "der kleine Junge auf der Straße, der oben die Leute mit Steinen beschmeißt".

Böhmermann war im Zuge des Wirbels um sein Gedicht zum Streaming-Dienst "Spotify" gewechselt. Dort soll ab sofort jeden Sonntag eine Folge des neuen Podcasts "Fest & Flauschig" erscheinen.

(dpa)
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