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Hochproblematische Inhalte
Jugendschützer kritisieren TV-Gerichtsshows

Hochproblematische Inhalte: Jugendschützer kritisieren TV-Gerichtsshows
Gewissenskonflikte entbinden gläubige Menschen nicht unbedingt von beruflichen Aufgaben, entschied das Freiburger Arbeitsgericht. FOTO: ddp, ddp
München (rpo). Die Nachmittagsgerichtsshows bei den Privatsendern RTL und Sat.1 geraten in die Kritik. Die Leiterin der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, Andrea Urban, sagte dem Magazin "Focus", es sei "hoch problematisch, wenn die Sender verstärkt reißerische Filme einspielen, in denen Gewaltszenen gezeigt werden".

Dem Magazin zufolge wird die TV-Handlung im Gerichtssaal neuerdings durch Filme und Fotos unterbrochen, die oft blutende, entblößte Opfer zeigen.

Solche Bilder ängstigten Kinder mehr als die bloße Verhandlung von Gewalttaten im Gerichtssaal, sagte Urban. Im Schnitt sehen den Angaben zufolge täglich 170 000 Kinder und Jugendliche die Justiz-Fälle.

Eine Inhaltsanalyse von 46 Sendungen wie "Richter Alexander Hold" (Sat.1) oder "Das Familiengericht (RTL) habe ergeben, dass in fast jeder dritten Episode Handlungsabläufe mit sexuellem Hintergrund wie Vergewaltigung, sonstiger sexueller Missbrauch oder Voyeurismus eine Rolle spielten. Oft seien am Nachmittag auch Figuren aus dem Rotlichtmillieu zu sehen.

(afp)
 
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