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Jutta Ditfurth zum Bosbach-Eklat bei Maischberger
"Sie haben mir den Ton runtergedreht"

Streit bei Maischberger – Bosbach verlässt vorzeitig das Studio
Streit bei Maischberger – Bosbach verlässt vorzeitig das Studio FOTO: WDR/Melanie Grande
Frankfurt. Im Juli hatte Wolfgang Bosbach die Talkshow von Sandra Maischberger vorzeitig verlassen. Der Grund: Ein Streit mit Publizistin Jutta Ditfurth. Diese äußert sich jetzt in einem Interview über die Sendung.

Es war am 12. Juli, als Sandra Maischberger mit ihren Gästen über die G20-Krawalle diskutieren wollte. Doch die Diskussion artete in Streit insbesondere unter den Talkshowgästen Wolfgang Bosbach (CDU), Joachim Lenders von der Hamburger Polizei und Publizistin Jutta Ditfurth, die sich auf die Seite der Demonstranten stellte, aus.

Der Höhepunkt: Mit den Worten "Es ist unerträglich, mit Ihnen in einer Runde zu sitzen" zog Bosbach die Reißleine und verließ die Sendung.  Er selbst erklärte später, er wolle nie wieder mit Ditfurth in einer Sendung sitzen.

Nun, knapp zwei Monate nach dem Eklat, hat sich Jutta Ditfurth selbst in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zu der Sendung geäußert. Zu Bosbachs Abgang sagt sie darin: "Ein bisschen Kritik an der Polizei und schon lief er weg." 

Laut Ditfurth sei die Sendung auch für 20 Minuten unterbrochen worden. "Frau Maischberger lief Bosbach hinterher. Aber der hat sich wütend ans Steuer seines Autos gesetzt und ist nach Hause gefahren."

Sie selbst folgte der Aufforderung der Moderatorin, die Sendung aus Gründen der Parität zu verlassen, danach nicht. "Zur Strafe durfte ich für den Rest der Sendung nichts mehr sagen", sagte Ditfurth nun der Zeitung. "Sie haben mir den Ton runtergedreht und mich von der Regie so aus dem Bild genommen, dass man nicht einmal sah, dass ich etwas zu sagen versuchte."

(das)
 
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