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Kritik an TV-Serie
Kinderärzte für Verbot von "Tote Mädchen lügen nicht"

Kinderärzte für Verbot von TV-Serie "Tote Mädchen lügen nicht"
Hannah (Katherine Langford) bringt sich in "Tote Mädchen lügen nicht" selbst um, ihr Schwarm Clay (Dylan Minnette) muss damit umgehen. FOTO: Beth Dubber/Netflix
Köln. Kann eine TV-Serie Menschen in den Selbstmord treiben? Zumindest der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte glaubt das und fordert ein Verbot der Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht".

Man sehe in ihr eine "große Gefahr insbesondere für psychisch kranke und labile junge Menschen", erklärte der Verband am Donnerstag. Die Serie thematisiert den Suizid einer Schülerin. Kritiker fürchten, dass die mitunter detaillierte Darstellung suizidgefährdete Menschen dazu bringen könnte, sie sich als Vorbild zu nehmen.

"Jugendliche, die sich mit der Idee der Selbsttötung beschäftigen, werden durch die Serie möglicherweise in Richtung Tat beeinflusst", erklärte auch der der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Netflix verweist darauf, dass es bei der Serie eine Kindersicherung gebe und auch bei Zuschauern über 16 Jahren mit Warnhinweisen gearbeitet werde.

Sofortige Hilfe erhalten Hilfe Suchende rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge unter der bundeseinheitlichen kostenlosen Rufnummer 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 und im Internet unter www.telefonseelsorge.de

(felt/dpa)
 
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