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New York
Krimi-Doku-Reihe: Verurteilter wird freigelassen

New York. Einer der beiden Verdächtigen der Krimi-Doku-Serie "Making a Murderer" wird vermutlich aus dem Gefängnis entlassen. Brendan Dassey muss innerhalb von 90 Tagen freikommen, falls der Fall bis dahin nicht komplett neu aufgerollt wird, entschied ein Richter in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin. Dassey war 2007 nach angeblicher Vergewaltigung und Mord an einer 25-jährigen Fotografin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll die Tat zusammen mit seinem Onkel Steve Avery begangen haben. Der heute 54-jährige Avery hatte bereits 18 Jahre für die Vergewaltigung einer Frau im Gefängnis verbracht, die er nicht begangen hatte. Er kam frei, klagte auf Schadenersatz in Millionenhöhe und wurde kurz darauf wegen des Mordes festgenommen.

Die Netflix-Serie "Making a Murderer" behandelt die Frage, ob die Polizei ihm den Mord anhängt, um die Forderung über 36 Millionen Dollar zu ersticken. Laut "Milwaukee Journal Sentinel" hatte der Richter den Fall aber bereits im Juni 2015 übernommen, also bevor die Serie ausgestrahlt wurde. Die zehnteilige Serie war ein großer Erfolg im reale Kriminalfälle dokumentierenden "True Crime"-Genre. Netflix hat vor kurzem eine zweite Staffel für "Making a Murderer" angekündigt. Die Audio-Reihe "Serial" über den Tod an einer Highschool-Studentin hatte zuvor dazu geführt, dass ein lange zurückliegender Mordfall neu aufgerollt wird.

(dpa)
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