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Düsseldorf
Landtag: Weniger Werbung im WDR-Radio

Düsseldorf. Der Düsseldorfer Landtag hat gestern mit einer Mehrheit von SPD und Grünen dem neuen Entwurf des WDR-Gesetzes zugestimmt. Die Änderungen betreffen vor allem die Werbeeinnahmen des öffentlich-rechtlichen Senders, die den Sender zu Kürzungen zwingen werden, so die Reaktion des WDR. Aber auch mehr Transparenz und Kontrolle durch den Rundfunkrat wurden verabschiedet. Der WDR soll die Werbung im Radio ab dem kommenden Jahr auf täglich maximal 75 Minuten reduzieren, ab 2019 auf 60 Minuten. Damit gehen dem Sender rund ein Prozent seiner Einnahmen verloren, schätzen Medienpolitiker. Alle fünf Landtagsfraktionen bekannten sich gestern im Grundsatz zur Werbefreiheit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. CDU, FDP und Piraten stimmten gegen den Gesetzentwurf.

Für den WDR kam der Entschluss zur stufenweisen Beschränkung der Werbezeiten überraschend. Noch am vergangenen Donnerstag hatten sich die Fraktionen von SPD und Grünen im Medienausschuss darauf geeinigt, die Werbezeiten im WDR-Gesetz nicht anzugehen. Intendant Tom Buhrow und die Redakteursvertretung des WDR forderten die Abgeordneten auf, der Reduzierung der Werbung im WDR-Hörfunk nicht zuzustimmen. Hintergrund für die Kürzungen ist auch, private Hörfunksender in NRW zu stärken, die aufgrund der geringeren Reichweite niedrigere Preise bei Werbekunden erzielen.

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