| 12.38 Uhr

Zweite Show von "Let's Dance"
Ruf fliegt nach Schlagabtausch mit Llambi raus

"Let's Dance": Niels Ruf fliegt hochkant aus der Show
"Let's Dance": Niels Ruf fliegt hochkant aus der Show FOTO: RTL
Köln. Michael Wendler tanzt nicht ganz so "debakulös" wie beim letzten Mal. Sonja Kirchberger hat einen Blackout und Joachim Llambi will Niels Ruf Manieren beibringen. Der schreibt lieber eine Einkaufsliste und fliegt aus der Show. Von Laura Sandgathe

Er hätte sich die Ratschläge der "Obertanzleiter" doch so gern noch länger angehört. Als Chefjuror Joachim Llambi nach der vermasselten Rumba in Sachen Kritik weit ausholte, zückte Niels Ruf, offizieller "Bad Boy" der neunten Staffel von "Let's Dance", sogar Stift und Papier. Angeblich, um sich Notizen zu machen.

Tatsächlich aber schrieb er eine Einkaufsliste: Eier, Milch, Cornflakes. Als hätte er bereits geahnt, dass er bald wieder reichlich Zeit zum Einkaufen haben würde: Ruf musste nach der zweiten Show nach Hause gehen.

Teil 2 zwischen Niels Ruf und Joachim Llambi

Dem Rauswurf ging natürlich noch der gepfefferte Schlagabtausch Llambi – Ruf, Teil 2 voraus. Während Ruf die Einkaufsliste schrieb, forderte Llambi, dass sich der vorlaute Kandidat bei Moderatorin Sylvie Meis für einen blöden Spruch aus Show 1 entschuldigen solle. Das tat Ruf tatsächlich, äffte jedoch schon wenige Sekunden später verächtlich Meis' Lache nach. Auch gegen Juror Jorge Gonzalez schoss Ruf mit dem Spruch "Ich tanze schon besser, als du Deutsch sprichst" und brachte Llambi damit erneut gegen sich auf.

Glücklich oder zumindest erleichtert über Rufs Aus dürfte auch seine Tanzpartnerin Oti Mabuse sein. Die stand peinlich berührt daneben, während Ruf einen nervigen Spruch nach dem anderen vom Stapel ließ. Für mich war er der bislang unsympathischste "Let's Dance"-Kandidat. Ich werde ihn nicht vermissen, drücke aber trotzdem die Daumen, dass er im Supermarkt alles bekommt. Also Milch, Eier, Cornflakes.

Der Wendler: weniger "debakulös", mehr wunderbar

"Ich hoffe, dass der nächste Tanz nicht ganz so debakulös wird", sagte Sänger Michael Wendler vor seinem Auftritt. Und tatsächlich konnte er sich im Vergleich zu letzter Woche verbessern. "Es ist ein Wunder geschehen", freute sich Jorge Gonzalez. Ich persönlich möchte nicht ganz so weit gehen. Trotzdem lautet meine Prognose: Michael Wendler wird es bis mindestens in Show sechs schaffen. Den Fans am Telefon sei Dank.

Ernährungstipps von Joachim Llambi

Es gibt da eine Meinungsverschiedenheit zwischen mir und Herrn Llambi. Denn während ich grundsätzlich davon ausgehe, dass auch Menschen, die sich vegan ernähren, ganz fantastische Tänzer sein können, schließen sich diese beiden Phänomene Llambi zufolge kategorisch aus. Darin, dass Vegan-Koch Attila Hildmann tänzerisch nun wirklich alles andere als begabt ist, sind wir uns wiederum einig. Deshalb möchte ich mich auch Llambis Tipp an Hildmann anschließen: "Iss mal ein schönes Filet, hau einen raus und vernasch den Hasen." Mit dem Hasen ist übrigens Tanzpartnerin Oxana Lebedew gemeint: "Da steht doch kein Blumenkohl, da steht eine Frau."

Blackout I – III

Nicht nur bei Hildmann war tänzerisch der Wurm drin – auch sonst könnte diese zweite Show problemlos als "Blackout Friday" in die Geschichte von "Let's Dance" eingehen. Alessandra Meyer-Wölden, Sonja Kirchberger, Thomas Häßler – sie alle vergaßen während ihres Auftritts einen entscheidenden Teil der Choreographie. Das weiß ich teilweise, weil es mir selbst aufgefallen ist. Teilweise weiß ich es aber nur deshalb, weil Sylvie Meis nach den vermasselten Auftritten immer so schön gewissenhaft nachgebohrt hat, was denn da heute auf der Tanzfläche los gewesen sei.

Beeindruckende Akrobatik

Sonja Kirchberger zeigte einen Spagat, Alessandra Meyer-Wölden schlug auf der Tanzfläche gleich mehrmals ein Rad. Während die Kandidaten so ihr turnerisches Können unter Beweis stellten, gab es bei Juror Jorge Gonzalez eine neue Lektion in Sachen Wort-Akrobatik. "Du bist der Kinale", sagte er zu Schauspielerin Jana Pallaske, nachdem diese einen tollen Jive abgeliefert hatte. Die Bedeutung dieses Satzes blieb auch nach mehrmaligem Nachfragen von Moderator Daniel Hartiwch ein Rätsel. Ich vermute allerdings stark, dass er positiv gemeint war. Und dass ich "Kinale" falsch geschrieben habe.

Der beste Tanz des Abends

In tänzerischer Hinsicht bin ich ein wenig enttäuscht von der zweiten Liveshow. Im Vergleich zur Auftaktsendung kam sie langweilig daher, es gab keine tänzerischen Highlights, die die erste Sendung getoppt hätten. Eric Stehfest, Jana Pallaske und Victoria Swarowski konnten an ihre guten Leistungen anknüpfen, doch das war wenig überraschend. Am liebsten habe ich Beachvolleyballer Julius Brink und seiner Tanzpartnerin Ekaterina Leonova zugeschaut. "Wenn ich gleich auf die Tanzfläche gehe, bin ich Julio", kündigte Brink augenzwinkernd vor seinem Auftritt an. Und tatsächlich zauberte das Paar lateinamerikanischen Flair auf die Tanzfläche im Studio in Köln-Ossendorf. "Du bist gefährlich, junger Mann", urteilte Jurorin Motsi Mabuse. Wenn Julius Brink sich weiter so verbessert, wie er es von Show eins zu Show zwei geschafft hat, dürfte er noch für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Tanz-Tipp des Abends

Der kommt von Sarah Lombardi und ist wirklich jedem ans Herz zu legen, der es mit dem Tanzen mal versuchen will: "Augen auf und durch. Weil wenn ich die Augen zu habe, sehe ich ja nichts."

Was sich Fans merken müssen

"Let's Dance" macht Osterpause und läuft erst wieder am 1. April. Zum Überbrücken zeigen wir hier die Bilder der Show vom Freitag. 

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Fotos: "Let's Dance" 2016: Diese Promis sind raus FOTO: dpa, ve
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