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Neue Folge "Menschen bei Maischberger"
Maischberger, Wurst und Schwarzer diskutieren über sexuelle Vielfalt

Conchita Wurst spricht im EU-Parlament
Conchita Wurst spricht im EU-Parlament FOTO: ap
Düsseldorf. Es ist eine prominente Runde, die Sandra Maischberger am Abend in ihrer ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger" um sich versammelt, um über das Thema "Sexuelle Vielfalt: Mann, Frau, egal?" zu diskutieren. Unter anderem sind Conchita Wurst und Alice Schwarzer zu Gast.

Was ist eigentlich männlich, und was ist weiblich? Wie gehen wir mit Homosexuellen um? Und wie weit sind wir eigentlich beim Adoptionsrecht für Schwule und Lesben? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Sandra Maischerberger und ihre Gäste am Abend im Ersten (ab 22.45 Uhr).

Neben Conchita Wurst, die im vergangenen Jahr den Eurovision Song Contest gewonnen hat, und Alice Schwarzer, die sich seit den 70er Jahren für die Rechte von Frauen einsetzt, sind fünf weitere Gäste in der Talkshow dabei, um über Geschlechterrollen zu diskutieren. Theologin Michaela Freifrau Heereman gesellt sich ebenso zur Runde wie die Transsexuelle Alicia King mit ihrer Ehefrau Nicki, Björn Hocke, Partei- und Fraktionschef der AfD in Thüringen, sowie Johannes Zeller, der mit seinem schwulen Partner seinen heute sieben Monate alten Sohn von einer Leihmutter austragen ließ.

Liberale trifft auf konservative Haltung

Während die meisten Gäste eine eher liberale Haltung zum Thema Sexualität haben werden, dürften vor allem Hocke und Freifrau Heereman so ihre Probleme mit den Ansichten der anderen Gäste haben. "Die klassische Familie muss wieder zum gesellschaftlichen Leitbild erhoben werden", argumentiert Hocke. Freifrau Heereman sieht alternative Familienmodelle kritisch – sie setzt eher auf das klassische Rollenbild.

Alice Schwarzer hat sich bereits in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder für die Rechte von Frauen sowie Homosexuellen eingesetzt. "Es ist gut, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der jeder so lieben kann, wie er oder sie will", sagt sie. "Dass Conchita Wurst jetzt so erfolgreich die Geschlechterrollen sprengt, begeistert mich." 

Conchita Wurst, die mit bürgerlichem Namen Tom Neuwirth heißt, sprach nach ihrem Sieg beim ESC unter anderem mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, um sich für mehr Toleranz gegenüber sexuellen Gesinnungen zu werben. Alicia King wurde als Mann geboren und erlangte unter anderem durch die Reality-Show "Goodbye Deutschland", in der Zuschauer Einblicke in das Leben der Transsexuellen und ihrer Frau Nicki an der französischen Mittelmeerküste bekamen, Bekanntheit.

Die Sendung wird am Dienstag um 22.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

(spol)
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Menschen bei Maischberger – Thema: "Sexuelle Vielfalt: Mann, Frau, egal?"


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