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Düsseldorf
NRW will stabilen Rundfunkbeitrag bis zum Jahr 2020

Düsseldorf. Wird der umstrittene Rundfunkbeitrag vom kommenden Jahr an gesenkt? Die Expertenkommission KEF zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten schlägt für 2017 bis 2020 eine Reduzierung um 29 Cent auf monatlich 17,21 Euro pro Haushalt vor und ist damit auf Skepsis in mehreren Ländern gestoßen. Auch die Regierung in NRW hält nicht viel davon. Die rot-grüne Landesregierung strebe Beitragsstabilität bis zum Jahr 2020 an, sagte Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD).

Für 2017 bis 2020 haben ARD, ZDF und Deutschlandradio einen auf 38,5 Milliarden Euro wachsenden Finanzbedarf angemeldet. Für diesen Zeitraum rechnet die KEF damit, dass sogar noch 526 Millionen Euro mehr eingenommen werden. "Wenn das Aufkommen höher ist, hat sie gar keine andere Möglichkeit, als einen Senkungsvorschlag zu machen", erläuterte Eumann. "Der Spielraum der Politik, davon abzuweichen, ist eng."

Zum 1. April 2015 war der Abschlag bereits um 48 Cent auf 17,50 Euro gesunken. Die KEF hatte damals allerdings ein Minus von 73 Cent vorgeschlagen. Ob die nun ins Spiel gebrachte Senkung um 29 Cent pro Monat - also knapp einen Cent am Tag - überhaupt spürbar sei für die zahlenden Haushalte, ist Eumann zufolge offen.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte den Rundfunkbeitrag am Freitag für verfassungsgemäß erklärt.

(dpa)
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