| 13.16 Uhr

"Promi Shopping Queen"
Eine völlig überdrehte "Mausi" und eine Techno-Queen mit Stil

Auf der Jagd nach dem perfekten Handschuh
Auf der Jagd nach dem perfekten Handschuh FOTO: VOX / Markus Nass
Köln. "Promi Shopping Queen" feierte diesmal einen Doppelsieg. Doch es gab Zickenkrieg unter den Siegerinnen. "Mausi" Lugner warf Senna Gammour Sittenwidrigkeit vor. Und dabei drehte sich doch alles nur um einen Handschuh. Von Lisa Kreuzmann

Eigentlich ein Motto, das jeder Kandidatin schmeicheln sollte. Denkt man. Nachdem Guido Maria Kretschmer in der vergangenen Woche ein großes modisches Wagnis einging – die Jogginghose sollte in Szene gesetzt werden – lautete die Aufgabe dieses Mal, ein Outfit rund um ein Paar Handschuhe zu kreieren. Sollte machbar sein. Dabei hatte Komikerin Manuela Wisbeck ("Böse Mädchen") schon mit Schlimmeren gerechnet: Unterwäsche! Bikini! Nichts da, Guido war gnädig. Schlüpfrig wurde es dann aber trotzdem. Manch einer wurde es gar zu "billig".

"Mausi" Lugner den Tränen nah

Nicht nur Shopping-Begleitung Botox-Florian konnte es nicht fassen, auch Guido Maria Kretschmer befürchtet völlig zu Recht: Das wird in die Hose gehen. Ging es dann auch. Am Ende sah die Wiener High-Society-Lady Christina "Mausi" Lugner aus wie eine Mutti aus der Steiermark, die sich mal so richtig etwas getraut hat. Irgendwo zwischen Oleg Popov und Janet Jackson. Sprich: Von Mode war da nichts zu sehen. Die Kolleginnen straften sie mit 20 Punkten ab. Mehr war aber auch echt nicht drin.

Vox-Show: "Promi Shopping Queen": Larissa Marolt sucht nach verrücktem Outfit FOTO: VOX

Der Fehler der völlig überdrehten "Mausi" fing schon im Kern an. Völlig planlos griff sie nach dem ersten Paar Handschuhe, das ihr zwischen die Finger kam: Graue Wolle, silberne Strass-Applikationen. Aua. Dabei hatte Shopping-Begleiter Florian doch eine Vision: Eine Lady der 50er Jahre, im Oldtimer-Cabrio sitzend, mit Sonnenbrille und locker geschwungenem Schal – so hätte er die Ex-Gattin des Bauunternehmers Richard Lugner gerne gesehen. Aber die arme Maus war beratungsresistent, und war sogar den Tränen nah. Sie habe von Ex-Mann Lugner eben auch schon genug einstecken müssen, analysiert Guido.

10 Punkte für Senna Gammour

Aber Senna Gammour hat es in dieser Folge noch schwerer. Der Druck ist groß. Denn die Popstars-Gewinnerin hat den Titel zu verlieren. Promi-Shopping-Queen war sie schon einmal. Doch mit Shopping-Begleitung Seyda an ihrer Seite, kann ihr nichts passieren. Die Halb-Araberin und Halb-Türkin trägt ein sehr wirkungsvolles – laut eigenen Angaben – "Konturen-Make-up" alias Hyaluronsäure, oder wie Guido sagen würde: Na die hat ja Lippen.

"Hi Süße, ich bin die Senna, ich habe ein Problem", schnauft die Pop-Sängerin völlig außer Atem die Schuhverkäuferin an. Laut T-Shirt-Spruch hat sie sogar "99 problems", shoppt dafür am Ende aber den perfekten Look in Berry-all-over – Hut, Minikleid, Mantel. Guido findet es großartig, Mausi Lugner, die sich bis auf ihr völlig missratenes Clowns-Kostüm aus der Steiermark in dieser Woche selbst stets in sehr knappen Kleidern präsentiert hat, findet Sennas Kleid zu kurz und dadurch leider etwas "billig". 

Marusha schwärmt für Coco Chanel

Fast perfekt macht es dann DJane-Legende Marusha, Künstlerin des Jahres 1994, die so legendär ist, dass sie sogar schon ein Meet & Greet mit der Kanzlerin hatte. (Man summe jetzt für den Rest des Tages "Someeewheeere over the Rainbow" – nzt, nzt, nzt...).

Das selbst ernannte Coco Chanel-Double erschien in einem, wie vielfach betont, Kleid vom italienischen Edeldesigner Missoni in Schwarz-weiß, dazu ein Paar grüne Lederhandschuhe aus den 20er Jahren ­– alles mit Stil und alles Bio bei der 90er Techno-Queen. Wer hätte es gedacht. An die wilde Zeit erinnert nur noch ein dreckiger Rülps, ausgestoßen unter Bewunderung der "marokkanischen Rampensau" Senna Glammour, wie Guido Maria Kretschmer es formulierte. Begleitet wurde Marusha übrigens von Carsten Thamm-Walz, Ehemann von Starfriseur Udo Walz, zu dem es dann natürlich zum Dauerwellen-Legen in den Salon ging.

Fotos: Playmate Sarah Nowak bei "Promi Shopping Queen" FOTO: Vox/Jörg Carstensen

Komödiantin Manuela Wisbeck, die Rustikalität zum Markenzeichen gemacht und sich bei "Let's Dance" als homosexuell geoutet hat, wird zunächst Queen der Metaphern. Bis sie sich für den Look ganz in Schwarz entschied, wurde sie von Designer Guido Maria Kretschmer als "Backbrötchen", "Fledermaus", "Barba Papa", "Glöcker", oder von der Shopping-Begleitung auch wohlwollend als "Michelin-Männchen" bezeichnet.  Hat ihr dann aber doch nicht geschadet.

Der Sieg der Ausgestoßenen

Denn dann kam Guido und verteilte seine Punkte. Für "Mausi" Popov gab es immerhin noch sieben zusätzliche Punkte. Sie landete damit auf dem letzten Platz. Die schöne DJane Marusha mit ihrem italienischen Edeldesigner auf Platz zwei und somit schafften es der überzogenen Selbstironie nach eine "Dicke" und eine "Beknackte" auf Platz eins.

Senna Gammour und Manuela Wisbeck zelebrierten in dieser Folge in der Tat die gespielte Ahnungslosigkeit, die einem einstweilen auf die Nerven gehen konnte. Aber was soll's. Senna träumt jetzt schon davon, zu ihrer neuen besten Freundin aufs Land zu ziehen, um gemeinsam Nägel zu lackieren. Das wird bestimmt toll. 

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