| 21.40 Uhr

Nachlese zum "Tatort" aus Wien
Rache eines Afrikaners

Szenen aus dem Wiener Tatort "Virus"
Szenen aus dem Wiener Tatort "Virus" FOTO: dpa
Düsseldorf. Der neue "Tatort" aus Wien hat bis zum Ende gefesselt. Aufklären mussten die Kommissare den Tod eines zunächst unbekannten Afrikaners. Die erste Folge nach der Sommerpause im Check. Von Saskia Nothofer

Der Fall Ein afrikanischer Mann wird tot in einem Steinbruch aufgefunden. Alles deutet auf einen Mord hin. Doch das stimmt nicht ganz. Eher war es ein Unfall. Denn der tote Arzt David Wurama war mit Ebola infiziert und nach Deutschland gekommen, um sich zu rächen. Um den Ebola-Virus nach Europa zu bringen. Als er dies seinem deutschen Kollegen und Freund Albert Reuss mitteilt, kommt es zu einer Rangelei, der Afrikaner stürzt unglücklich und ist sofort tot.

Welche Fragen blieben offen? Es wird nicht klar, ob sich die Kommissare Bibi Fellner und Moritz Eisner mit dem Ebola-Virus angesteckt haben oder nicht. Die Nase von Fellner läuft ununterbrochen – aber schon bevor sie mit den infizierten Personen in Kontakt kommt. Beide werden am Ende aber in Schneewittchen-Särgen abtransportiert.

Was war die beste Szene? Alle, in denen Rechtsmediziner Michael Kreindl zu sehen ist. Der skurrile Forensiker bringt eine gute Portion Humor in die thematisch sonst eher düstere Folge.

Was ging gar nicht? Dass die Flüchtlinge zum Ende hin als panische, nicht zu beruhigende, weinende und flehende Masse dargestellt wird, die den Ernst der Lage nicht begreift und sich gegen die Polizei wehrt. So würden weiße Menschen wohl niemals gezeigt.  

"Tatort" – diese Teams ermitteln FOTO: dpa, ve sab kde

Panikmache? Die Szenen, in denen das beschauliche österreichische Dorf voll mit Soldaten, Polizei, Feuerwehr und Menschen in Schutzanzügen ist, sind ein bedrohlicher Anblick. Das erscheint im ersten Moment vielleicht übertrieben, ist im Ernstfall aber gar nicht so schlecht. "Better safe than sorry"(Vorsicht ist besser als Nachsicht) heißt es nicht umsonst in der Folge selbst.

War es spannend? Bis zum Schluss. Sowieso lohnt das Einschalten bei den Wienern. Denn Bibi und Moritz sind mit all ihren Ecken und Kanten nicht nur gute Kommissare sondern auch richtig sympathisch.

 
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