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Linz
Schicksalstag für die "Stadlshow"

Linz. Von den Quoten hängt die Zukunft der Sendung ab. Im Januar soll eine Entscheidung fallen.

Unter Karl Moik stand der "Musikantenstadl" in der ersten Riege deutscher TV-Unterhaltung. Rund 25 Jahre lang war "Mr. Musikantenstadl" bis 2005 mit der Sendung in den Wohnzimmern präsent. Unter seinem Nachfolger Andy Borg gingen die Quoten in den vergangenen zehn Jahren zurück. Nun ist die Zukunft des Klassikers mehr als ungewiss. Die Neuauflage als "Stadlshow" im September floppte. Das neue Moderatorenduo Francine Jordi (38) und Alexander Mazza (43) steht nun bei der Silvesterausgabe aus Linz gehörig unter Druck.

Bis vor kurzem waren die Hoffnungen noch groß. Tradition und Moderne sollte die neu gestaltete Show vereinen. Mit Auftritten ohne Voll-Playback und einem breiteren musikalischen Spektrum sollten vor allem auch wieder jüngere Zuschauer für die in die Jahre gekommene Sendung gewonnen werden. "Unser Spagat wird sein, die alten Zuschauer zu behalten und neue hinzuzugewinnen", sagte Mazza bei der Präsentation. Doch die Premiere misslang. Rund 2,5 Millionen Zuschauer bedeuteten im September in Offenburg das Tief in der Geschichte des Volksmusikklassikers.

Die Kritiken für die Neuauflage waren zum Teil niederschmetternd: unausgegorene Show, mehr gewollte als gekonnte Après-Ski-Stimmung und wenig Zeit zum Schunkeln, hieß es unter anderem online bei der Süddeutschen Zeitung.

Auch bei den beteiligten Sendern herrschte Missstimmung. Nach der Silvesterausgabe solle noch einmal beraten und über die Zukunft der Show entschieden werden, hieß es. In die Gestaltung des Silvesterstadls sollten Zuschauerwünsche mit einfließen. Die gut dreieinhalbstündige Show wird damit zur entscheidenden Bewährungsprobe.

Auf dem Programm stehen unter anderem Heino, die Amigos, Saso Avsenik und seine Oberkrainer, Bernhard Brink, die Edlseer, Feuerherz, Tom Gaebel, das Nockalm Quintett, Oesch's die Dritten sowie Sigrid & Marina. Newcomer sollten zudem die Gelegenheit kriegen, sich mit bekannten Schlagertiteln einem breiten Publikum zu präsentieren, verspricht ORF-TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm. Ob das genügt, um den "Stadl" zu retten, muss sich jedoch zeigen.

"Stadlshow", ARD, Do., 20.15 Uhr

(dpa)
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