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Alexa Maria Surholt
Seit 17 Jahren in der Klinik

Leipzig. Alexa Maria Surholt spielt die Verwaltungsdirektorin Sarah Marquart bei "In aller Freundschaft" (ARD). Von Birgit Zimmermann

Am Anfang der Krankenhaus-Serie "In aller Freundschaft" stand für Alexa Maria Surholt ein großer Irrtum. "Wir haben alle gesagt: Nach einem Jahr ist das hier vorbei", erzählt die 48-Jährige. Alle haben sich kräftig getäuscht. "In aller Freundschaft" läuft seit 17 Jahren in der ARD, jede Episode aus der Sachsenklinik findet ein treues Millionenpublikum. Surholt ist seit der ersten Folge dabei - als Verwaltungsdirektorin des Krankenhauses, Sarah Marquardt.

"Es macht mir einfach immer noch Spaß", sagt Surholt. Dabei ist ihre Figur nicht gerade die reine Sympathieträgerin. Der für die Serie zuständige MDR beschreibt Sarah Marquardt als Verwaltungschefin, "die seit der allerersten Folge der Belegschaft der Sachsenklinik das Leben schwer macht". Über die Jahre sei sie so zur beliebtesten "bösen" Figur im deutschen Fernsehen geworden. Surholt findet genau das reizvoll. "Ich habe keine Schwierigkeiten mit der Figur. Ich liebe sie", sagt sie. Was Surholt allerdings nicht leiden kann: Wenn Sarah Marquardt als "Zicke" eingeordnet wird. "Sie steht mit beiden Beinen im Leben, sie hat eine Führungsposition inne, sie ist Mutter - die Zuschreibung der Zicke erscheint mir da geradezu altmodisch. "

Dass sie einmal ohne weißen Kittel in der Klinik-Serie landen würde, war nicht geplant. Beim Casting habe sie für die Rolle der ersten Ärztin vorgesprochen, erzählt Surholt. Dann kam der Anruf, ob sie auch die Direktorin geben würde. "Die Figur hat sich sehr schnell als für mich viel spannender rausgestellt", sagt Surholt. "Wir Schauspieler sagen: Eine Rolle hat Fleisch. Und das ist bei Sarah Marquardt so." Für zwischen zwei und zwölf Drehtage im Monat kommt sie für "IaF" nach Leipzig. Dann wohnt sie im Hotel. Ihre Familie ("Ganz nebenbei bin ich auch noch Ehefrau und Mutter") lebt in Berlin. Ein Umzug sei nie infrage gekommen. "Nee, ick bin Berliner", sagt die gebürtige Fränkin.

Auch nach mehr als 730 Folgen ist laut MDR für "In aller Freundschaft" kein Ende in Sicht. Ob sie sich vorstellen kann, noch weitere zehn Jahre die Sarah Marquardt zu geben? Surholt: "Ja, warum nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, früher auszusteigen, als dass hier die Segel gestrichen werden."

(dpa)
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