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Rostock
Sender lassen Geschlechterrollenuntersuchen

Rostock. Die bislang umfassendste Studie zu Geschlechterdarstellungen in deutschen TV- und Kinoproduktionen startet. Auftraggeber sind die vier Senderverbünde ARD, ZDF, ProSiebenSat.1 und RTL gemeinsam mit den Filmförderern NRW Filmstiftung, FFF Bayern, FFA sowie der MaLisa Stiftung. Durchgeführt wird die Untersuchung vom Institut für Medienforschung der Universität Rostock. Initiiert wurde sie von Maria Furtwängler: "Es ist wichtig zu verstehen, welches Geschlechterbild mit der enormen Wirkungsmacht des Fernsehens und Kinos transportiert wird. In anderen Ländern wird schon viel getan, um die Darstellung von Frauen und Männern auf Bildschirm und Leinwand wissenschaftlich aufzuarbeiten", sagt Furtwängler.

Analysiert werden 3000 Stunden Material aus dem TV-Programm des Jahres 2016 und 600 deutschsprachige Kinofilme aus den vergangenen fünf Jahren. Dabei wird die Rolle von Frauen und Männern sowohl in fiktionalen Produktionen und Unterhaltungsformaten als auch deren Platzierung und Darstellung als Experten bei journalistischen und dokumentarischen Beiträgen untersucht. Ziel ist es, die charakteristische Darstellung weiblicher und männlicher Rollen in audiovisuellen Medien zu ermitteln. Die letzte repräsentative Untersuchung in Deutschland liegt über 20 Jahre zurück.

Die Ergebnisse werden im September 2017 präsentiert.

Quelle: RP
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