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Zeitreise im Miniformat
"Sendung mit der Maus" spielt Varusschlacht nach
Zeitreise im Miniformat: "Sendung mit der Maus" spielt Varusschlacht nach
In der "Sendung mit der Maus" wird am Sonntag die Schlacht im Teutoburger Wald nachgespielt. FOTO: WDR
Berlin (rpo). 16.500 Playmobil-Figuren spielen in der "Sendung mit der Maus" am Sonntag die Hauptrolle. In der Spezialausgabe soll es um ein wichtiges Ereignis der deutschen Geschichte gehen - die Schlacht im Teutoburger Wald, nachgestellt mit Spielfiguren.

"Maus"-Vater Armin Maiwald versucht einige Rätsel der sagenumwobenen Schlacht im Teutoburger Wald zu lösen. Im Jahr 9 verhinderten die Germanen unter Führung des Cheruskerfürsten Arminius, dass sich das Römische Reich östlich der Rheingrenze weiter ausdehnte. Wie und wo die auch als Varusschlacht bekannte Episode stattfand, ist jedoch auch heute nicht vollständig geklärt. Die 30-minütige "Maus"-Spezialsendung am Sonntag um 11.30 Uhr in der ARD und im Ki.Ka bietet deshalb viel Wissenswertes für kleine und große Zuschauer.

So versucht das "Maus"-Team Antworten zu finden, warum das Germanenkind Arminius zunächst in Rom aufwuchs und sich später als römischer Offizier wieder auf die Seite der Germanen schlug. Spielte die Liebe eine Rolle oder war es Mitleid mit seinen früheren Landsleuten? Und wie konnte es überhaupt passieren, dass die an Ausrüstung und Soldaten haushoch überlegene römische Armee von den "wilden" Germanen vernichtend geschlagen werden konnte? "Zur Varusschlacht gibt es heute mehr Rätsel als Antworten", sagt Moderator Maiwald.

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hat er sich monatelang durch "rund 1,50 Meter Literatur" gearbeitet. "Es gibt rund 700 Theorien, aber in den Gelehrtenstreit wollen wir nicht eingreifen", betont Maiwald. Aber er zeigt in der Sendung am Sonntag die für ihn plausibelste Erklärung, wie sich das fünftägige Geschichtsdrama abgespielt haben könnte.

Dazu ließ das "Maus"-Team insgesamt 16.500 originalgetreu nachgebaute Spielfiguren in die Varusschlacht ziehen. Drei Wochen saßen Maiwald und sieben weitere Kollegen im Büro, um eigenhändig an die Puppen Schilder, Schwerter und Helme zu basteln. Dann wurde die Schlacht in der Nähe von Köln nachgestellt. Die Mühe hat sich gelohnt - nicht nur für die "Maus"-Spezialsendung. Mit Blick auf das 2000-Jahr-Jubiläum der Varusschlacht im Jahr 2009 haben schon mehrere Museen Interesse an den römischen Legionärsfiguren aus der aktuellen "Sendung mit der Maus" angemeldet.

Quelle: afp
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