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Salzburg
"Servus TV" stellt seinen Betrieb doch nicht ein

Salzburg. Überraschende Wende bei "Servus TV": Der von Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz (71) gegründete Sender macht nun doch weiter, wie die Betreiber mitteilten. Die erst am Vortag ausgesprochenen Kündigungen der Mitarbeiter wurden zurückgenommen. Nach Gesprächen hätten sich alle Beteiligten darauf verständigt, den in Salzburg ansässigen Privatsender fortzuführen.

Die Lösung: Die Arbeiterkammer - die gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer in Österreich - und die Gewerkschaften akzeptierten bei einem Krisentreffen die Ablehnung der Belegschaft, einen Betriebsrat zu gründen. Dies sei das Ergebnis eines "konstruktiven Gesprächs" gewesen, hieß es in der Firmenmitteilung. Und weiter: "Nicht überraschend für einen Betrieb, der für seine hohen sozialen Standards bekannt ist, lehnt die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter einen Betriebsrat ab." Damit sei nun die "Fortsetzung der partei-politischen unabhängigen Linie" gegeben, was alle Beteiligten begrüßt hätten. Die angekündigte Einstellung von "Servus TV" samt Kündigung von 264 Mitarbeitern hatte für Entsetzen gesorgt. Hinweise, wonach eine versuchte Betriebsratsgründung der Auslöser war, wurden von Mateschitz bestätigt: Es habe eine Initiative per anonymer E-Mail gegeben - "unterstützt von Gewerkschaft und Arbeiterkammer". Das habe der Eigenständigkeit des Senders widersprochen.

(dpa)
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