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Comedy-Serie "Dit is Fußball"
Spielerfrauen wollen Verein retten

Berlin. In der Comedy-Serie "Dit is Fußball" spielt Martin Semmelrogge einen schrägen Vereinspräsidenten. Von Christof Bock

Um den Fußballclub SBC Torpedo steht es schlecht. "Wir sind die größte Gurkentruppe aller Zeiten. Und jetzt haben sie uns auch noch den Strom abgestellt", schimpft Spieler Kevin (Nikolaus Sternfeld) vor versammelter Mannschaft. Den Kickern droht der Abstieg in die Kreisliga. Und das Match gegen eine Gastmannschaft endet nicht nur in einer schmählichen 0:10-Niederlage, sondern auch in einer handfesten Schlägerei. Das ist die Ausgangslage der Comedy-Serie "Dit is Fußball".

Martin Semmelrogge (60, "Das Boot"), seit mehr als 40 Jahren einer der beliebtesten deutschen Fernseh-Bösewichter, ist Vereinspräsident Joachim "Joe" Teffla. Er versucht, den Laden mit dicker Zigarre im Mund zusammenzuhalten. Schade nur, dass sich in dem halben Jahr seiner Amtszeit außer einem neuen Schild am Eingang nichts im Club verändert hat. Doch Rettung naht von den Spielerfrauen. Betty (Nadine Pape, 28), Krissi (Joanna Semmelrogge, 26), Niki (Lilly Menke, 24) und Marie (Teresa Schergaut, 28) - manche in einen der Fußballer und andere in den Verein verliebt - verlangen von ihrer Mannschaft statt hohlen Macho-Sprüchen und billigem Rumgeholze wieder guten Fußball. Sie gründen die "Ultralettes", die erste ausschließlich weibliche Ultra-Gruppierung. Geht es jetzt wieder bergauf?

Tele 5 hat den Schlingerkurs zwischen Trash und Kunstkino zu einem Markenzeichen gemacht. "Dit is Fußball" passt da gut ins Bild. Da versammelt man eine eindrucksvolle Riege von talentierten Jungschauspielern. Da holt man ein paar Kultfiguren wie Martin Semmelrogge, Oliver Kalkofe und Gunter Gabriel dazu. Und man schreibt ein richtig schlechtes Drehbuch.

Das ist ärgerlich und schade, denn in dem Plot wäre mehr drin gewesen als Witze wie "Wenn man auf einer Insel ausgesetzt ist, ist die Bratwurst das einzige Lebensmittel, von dem man ausschließlich überleben kann". Auffällig ist außerdem die klare Produktplatzierung. Während früher in Serien noch verschämt eine Colaflasche oder ein Müsli auf dem Tisch standen, wird der Sponsor hier in den Sprechtext hineingeschrieben.

"Dit is Fußball", Tele 5, Sa., 19.45 Uhr

(dpa)
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