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Hannover/Köln
Streit um Keks-Werbung im "Dschungelcamp"

Hannover/Köln. Zu viel Keks im Dschungel? Die Produktplatzierung von Bahlsen-Riegeln in der RTL-Promishow "Dschungelcamp" sorgt für einen Rechtsstreit. Morgen beschäftigt sich das Verwaltungsgericht Hannover mit der Frage, ob der Kölner Privatsender bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" (2014) Bahlsen-Riegel stärker als erlaubt hervorgehoben hat. Werbung hat im Fernsehen zwar einen festen Platz, für den Einsatz von Produkten in TV-Sendungen gelten aber Grenzen. Was bei einer Produktplatzierung erlaubt ist, ist strittig.

"Wir sind hier in einer Einzelfallproblematik", sagt der Justiziar der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), Christian Krebs. Die für RTL zuständigen Aufseher der Behörde beanstanden die fragliche Szene aus dem "Dschungelcamp". RTL wehrt sich nun vor Gericht dagegen, will sich jedoch unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht zu Details der eigenen Position äußern. Bahlsen-Sprecher Christian Bahlmann betont, dass der Kekshersteller aus Hannover und Werbepartner von RTL keinen Einfluss auf die Szenen gehabt haben, in denen Bahlsen-Riegel prominent platziert wurden.

Das obliege den Machern der Sendung, heißt es. Das Gericht soll nun klären, ob der Riegel im Sendungsgeschehen unrechtmäßig zu sehen war. Zwar ist Produktplatzierung in TV-Sendungen unter eingen Ausnahmen erlaubt, laut Rundfunkstaatsvertrag ist Schleichwerbung aber generell unzulässig.

(dpa)
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