| 15.38 Uhr

Kritik zu "Hinter dem Spiegel"
Von diesem "Tatort"-Team wollen wir mehr!

Fotos: Bilder aus dem "Tatort: Hinter dem Spiegel"
Fotos: Bilder aus dem "Tatort: Hinter dem Spiegel" FOTO: HR/Degeto/Bettina Müller
Frankfurt. Der zweite Fall des neuen Frankfurter "Tatort"-Duos Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) war ein guter. Aufmerksamkeit bekamen in diesem Fall auch Helene Fischers "Atemlos", der schrille Schlagersänger aus "Männerherzen" – und das Wort "cojones". Von Christian Spolders

90 Minuten in 90 Zeichen

Russen-Mafia baut Freizeitpark, Ex-Brix-Kollege tot, Verwirrung, mutige Kommissarin

Das war der Mörder

Eine große Überraschung gab es am Ende nicht mehr – der Zuschauer wusste eigentlich die ganze Zeit, dass ein Russe die beiden Selbstmorde inszeniert hatte, und dass der von Justus von Dohányi gespielte Polizeibeamte Wolfgang Preiss seinen Kollegen Simon Finger (Dominique Horwitz) mit einem Kopfschuss getötet hatte. Vielmehr lebte der Fall von der Verwirrung, wer eigentlich wen hinters Licht führen könnte, und dem Zusammenspiel der beiden Kommissare. Davon gerne mehr!

Der späteste Vorspann

Erst nach knapp fünf Minuten gibt es nach dem typischen "Tatort"-Vorspann und einer Fortsetzung der Ereignisse des ersten Falls des Duos noch einen zusätzlichen Vorspann, der mit vielen gespiegelten Bildern von Frankfurt daherkommt und den ein oder anderen aufgrund seiner Lautstärke gegen 20.30 Uhr nochmal geweckt haben dürfte.

Die charmanteste Kollegen-Beschreibung

"Der ist nicht immer pünktlich, dafür aber ganz gut gekleidet. Langschläfer, loyal, fit – sehr fit sogar für sein Alter. Ich finde der sieht ganz gut aus, soll aber angeblich gar nicht gut kochen können." Wie Janneke Brix zu Beginn des Ermittlungsverfahrens gegen ihren Kollegen beschreibt, grenzt fast schon an eine Liebeserkärung.

 

 

 

Den kenne ich doch irgendwo her

Der von Justus von Dohányi dargestellte Wolfgang Preiss sah vor allem in zwei Filmen ganz anders aus: in den beiden Teilen von "Männerherzen". Dort spielte er den schrillen und nicht nur ein bisschen in Jerome Ades (Til Schweiger) verliebten Bruce Berger.

Da geht einem als Frankfurter das Herz auf

Gerade zu Beginn des Falls zeigt der Hessische Rundfunk diverse Bilder von der Hochhaus-Metropole am Main, bei dem man als sich als Frankfurter denken dürfte, dass man in einer tollen Stadt lebt und arbeitet. Alle, die nicht in Frankfurt leben oder arbeiten, dürften weiterhin froh sein, dass dem so ist.

Die beste Musikwahl

Das Dubstep-Intro passte perfekt zum Vorspann, die Szene mit dem betrunkenen Brix in seinem Badezimmer wurde optimal mit Elton Johns "Rocket Man" unterlegt. Die Krone setzte dem Film aber Helene Fischers "Atemlos" auf, das lief, als die beiden Rocker in einer Imbissbude Hähnchen aßen.

Das Wort des Film

"Cojones" – selten wurde das spanische Wort für die männlichen Geschlechtsorgane auf einem öffentlich-rechtlichen Sender häufiger erwähnt als in diesem Film.

Hier geht es zu den Bildern des Films.

(spol)
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