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"Tatort" aus Köln
Ein Ex-Knacki, alte Rechnungen und ein düsteres Köln

Kölner "Tatort": Dicker als Wasser
Kölner "Tatort": Dicker als Wasser FOTO: WDR/Uwe Stratmann
Düsseldorf. Alte Rechnungen müssen in dem neuen Kölner "Tatort" mit Armin Rohde bezahlt werden: Ein Ex-Knacki tötet die, die ihm noch was schulden. Geht die Story auf? Hier lesen Sie unseren Schnell-Check! Von Leslie Brook

Das Comeback

Armin Rohde drehte 2001 zusammen mit Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt den Kölner "Tatort" Bestien. "Auf alte Kollegen zu treffen, ist immer schön", sagt Armin Rohde. Ende April ist er selbst wieder als Kommissar im Einsatz: Im ZDF spielt er Kommissar Erichsen.

Der Hä-Moment

Was ist bloß mit Freddy Schenk los? Hat ihn die Sache mit den Jugendlichen so aus der Bahn geworfen? Oder warum verhält er sich wie eine lose Kanonenkugel? Eventuell wollten die Autoren eine Brücke schlagen zu dem Fall "Bestien" aus dem Jahr 2001, in dem Schenk ebenfalls unberechenbar agierte. Doch auch einer treuen "Tatort"-Gemeinde fällt es schwer, sich daran nach so vielen Jahren noch genau zu erinnern. Ansonsten wird bis zum Schluss nicht ganz klar, warum er sich so auf Ralf Trimborn eingeschossen hat und dabei teilweise die Ermittlungen gefährdet.

Der beste Spruch

Ralf Trimborn (Armin Rohde): "Tango sehr nett, aber warum machen die Leute das im Stehen?".

Der beste Dialog

Trimborn zu Schenk: "Im Grunde sind wir aus einem Holz geschnitzt. So wie Arsch und Hose." Schenk: "Wer ist das Arsch und wer die Hose?".

Das Debüt

Patrick Abozen hat die feste Stelle als Assistent in der Mordkommission angetreten. Nach 13 Jahren Köln- "Tatort" ist der Posten erstmals mit einem Mann besetzt worden Zuvor hatte der WDR nach dem Abschied von  Assistentin Franziska den Job von Folge zu Folge neu vergeben. Abozen war erstmals in "Der Fall Reinhardt" (2013) zu sehen. Damals war die Kritik nicht eben freundlich, dennoch hat er sich durchgesetzt.. "Seinen Platz im Team muss er sich aber erst noch erkämpfen", sagt Patrick Abozen  - und wahrscheinlich nicht nur dort, sondern auch bei den Zuschauern. Denn so mancher Zuschauer dürfte auf eine andere Besetzung gehofft haben – etwa auf Kathi Angerer.

Die Region im Krimi

Köln zeigt sich dieses Mal als Stadt der Nachtclubs. Etwas düster und heruntergekommen. Ansonsten fehlt der Lokalcholorit ein wenig. 

Quelle: RP
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