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Schweizer Fall "Kleine Prinzen"
Der "Tatort" im Schnell-Check

Bilder aus dem "Tatort: Kleine Prinzen"
Bilder aus dem "Tatort: Kleine Prinzen" FOTO: ARD Degeto/SRF/Daniel Winkler
Luzern. In der Schweiz hat das Thema Immunität eine große Bedeutung. In Genf befinden sich zahlreiche Einrichtungen der Vereinten Nationen. In Zürich residiert zudem der skandalumwitterte Fußballverband Fifa. Auch in Luzern und Bern finden regelmäßig Kongresse und Veranstaltungen für Diplomaten statt. Wer als Diplomat akkreditiert ist, genießt zahlreiche Vorzüge. Er darf weder festgenommen noch verhaftet werden. Auch die Wohnung gilt als unverletzlich. Er unterliegt zudem nicht dem Steuerrecht seines Gastlandes. Dieselben Regeln gelten unter Umständen auch für direkte Familienmitglieder sowie Dienstpersonal. Von Christian Sieben

Was war schwach am "Tatort"?

Leider gab es einige Klischees. Da war die eiskalte Schulleiterin, der der Ruf ihres Internats wichtiger ist, als die Tatsache, dass sich unter ihren Schülern ein Mörder befindet. Oder der Ex-Freund des Opfers, der sich in den Kokain-Rausch flüchtet, weil er mit den hohen Erwartungen seiner Eltern und dem ganzen Geld nicht anders umzugehen weiß. Auf den mittelalten Kunstlehrer, der Schülerinnen verführt, wollten die Autoren auch nicht verzichten.

Gab es Lokalkolorit?

Jede Menge sogar. Die Rückblicke mit Mordopfer Ava Fleury (Ella Rumpf) wurden im Luzerner Seebad gedreht. Die Freizeitanlage am Vierwaldstättersee gehört zu den großen Touristenattraktion der Stadt.

Lohnte sich das Einschalten?

Seien wir ehrlich. Die Schweizer Fälle sind nicht eben der Goldstandard der Krimi-Unterhaltung. Der flott inszenierte Fall "Kleine Prinzen" war jedoch einer der besseren Fälle aus Luzern.

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(csi)
 
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