| 14.11 Uhr

"Tatort" mit Schweiger und Fischer
Das Böse stirbt nie

Szenen aus dem "Tatort: Der große Schmerz"
Szenen aus dem "Tatort: Der große Schmerz" FOTO: ARD
Hamburg. Der dritte "Tatort" mit Til Schweiger ist erneut ein Action-Spektakel, aber auch Drama und Tragödie. Von Tilmann P. Gangloff

LKA-Kommissar Tschiller (Til Schweiger) will verhindern, dass Hamburg endgültig in die Hände der kurdischen Mafia fällt. Dem Clan-Boss Firat Astan (Erdal Yildiz) ist in diesem Zweikampf jedes Mittel recht. Im dritten Film, "Der große Schmerz", trifft der Gangster den Polizisten an seinem wundesten Punkt. Astan soll nach Bayern verlegt werden und will sich während der Überstellung befreien lassen. Seine Leute entführen Tschillers Frau und Tochter (Stefanie Stappenbeck, Luna Schweiger). Er soll den Transport begleiten und Astan unterwegs laufen lassen.

Diese Gast-Stars waren im "Tatort" dabei FOTO: dpa, kde

Die Handlung ist überschaubar; die Krimis aus Hamburg wollen nicht durch raffinierte Geschichten, sondern durch den puren Thrill fesseln. Das gelingt wieder vortrefflich: Regisseur Christian Alvart ist erneut ein packendes Action-Spektakel gelungen. Anders als in vergleichbaren Hollywood-Produktionen kann der Aufwand natürlich nicht von Mal zu Mal erhöht werden.

"Der große Schmerz" ist zwar ebenso wie seine beiden Vorgänger sichtbar teurer als andere Fernsehfilme, aber Steigerungen sind im Grunde nur auf emotionaler Ebene möglich; deshalb ist das Werk diesmal nicht nur Drama, sondern auch Tragödie. Den diversen Prügeleien und Ballereien zum Trotz ist das Drehbuch von Autor Christoph Darnstädt durchaus klug konstruiert.

Fotos: Hier feiern Fischer und Schweiger ihren "Tatort" FOTO: dpa, ped fpt

Buch und Regie haben es geschickt vermieden, die Action-Szenen zu einsamen Höhepunkten werden zu lassen. Der Rest des Films soll nicht nur die Zeit bis zur nächsten Actionszene überbrücken, zumal die weiteren Figuren mehr als bloß Begleitschutz bieten. Fahri Yardim hat als Tschillers bedingungslos loyaler Partner großartige Momente und viel mehr Dialog als Schweiger, weil Yalcin Gümer launige Selbstgespräche zu führen pflegt. Die Gastrolle des Mannes, bei dem man lange nicht weiß, auf welcher Seite er steht, spielt Arnd Klawitter als kerniger Innensenator.

Helene Fischer ist die Überraschung des Films. Dank ihres kühlen Charismas entpuppt sich die Sängerin als perfekte Besetzung für die schwarzhaarige Leyla, die einen völlig anderen Part in dem Komplott gegen Tschiller spielt als anfangs vermutet.

Quelle: RP
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