| 21.45 Uhr

"Tatort"-Nachlese
Ballauf hadert mit dem Job und Schenk ist ein guter Freund

Tatort Mitgehangen
Tatort Mitgehangen FOTO: Bild: WDR/Thomas Kost
Düsseldorf. In "Mitgehangen", dem neuen "Tatort" aus Köln, leidet Max Ballauf an seinem Job. Da gerät der neue Fall fast in den Hintergrund. Und da ist dann noch der neue Assistent der Ermittler, der das Potential als Aufreger hat. Von Barbara Grofe

Der Fall Ein Auto wird in einem Baggersee versenkt, im Kofferraum liegt die Leiche von Florin Baciu, unbeliebter Teilhaber im Reifenhandel von Matthes Grevel. Erschossen wurde Baciu in seiner Montagehalle. Für Max Ballauf ist Grevel der Mörder, er will das um jeden Preis beweisen – und schreckt auch nicht davor zurück, sehr unsaubere Methoden anzuwenden und damit die Familie auseinanderzureißen.

Die Kommissare Klaus J. Behrendt spielt einen schmallippigen Ballauf, der mit seinem Polizistenleben hadert, und man kann sehen, dass er – außer Schwimmen – keine echte Idee hat, wie er diese Krise annehmen soll. Seine Hilflosigkeit kann man förmlich greifen. Dietmar Bärs Freddy Schenk ist sichtlich ratlos und überfordert von Ballauf: Motzen hilft halt dieses Mal nicht. Am Ende ist er aber als guter Freund einfach da – im Zweifel auch, um die Zeit beim Schwimmen zu stoppen.

Verpassen Sie keine Nachrichten aus der Region: Wir schicken Ihnen eine Übersicht per WhatsApp. Melden Sie sich jetzt an!

Die Anderen Stark wie immer: Lavinia Wilson. Ganz besonders stark: die Szene, in der ihre Figur erfährt, dass Grevel sich erhängt hat im Knast. Auch ihre Film-Kinder Alvar Goetze und Letizia Caldi sind toll. Und dann ist da noch Roland Riebelings als neuer Assistent Norbert Jütte: langsam, immer den Feierabend im Blick und am Blutdruckgerät, hart an der Grenze zu Den-Zuschauer-irre-machen. Wie er mit den aufbrausenden Ermittlern funktioniert, wird spannend. 

 

 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Tatort-Nachlese "Mitgehangen" aus Köln: Max Ballauf hadert mit seinem Job


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.