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"Tatort - Zahltag"
Kommissar Faber gegen alle

Szenen aus dem Dortmunder "Tatort: Zahltag"
Szenen aus dem Dortmunder "Tatort: Zahltag" FOTO: ARD
Dortmund. Im neuen Fall bekommen es die Dortmunder Ermittler mit einem Raubmord im Rocker-Milieu zu tun. Im Mittelpunkt steht aber wieder Kommissar Faber. Und das ist auch gut so. Von Christian Sieben

Im neuen Fall bekommen es die Dortmunder Ermittler mit einem Raubmord im Rocker-Milieu zu tun. Mitten in der Dortmunder City rast ein Geländewagen in das Motorrad eines "Miners"-Rockers. Die Räuber haben es auf den Rucksack ihres Opfers abgesehen. Doch der Rocker setzt sich zu Wehr. Schüssen fallen, zwei Menschen sterben, zwei weitere werden schwer verletzt. Vieles spricht für einen internen Machtkampf bei den "Miners", deren Boss am selben Tag aus dem Gefängnis entlassen wurde. Der Tote war ein guter Freund des Chefs. Die Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) statten dem Clubheim der Bande einen Besuch ab – ein riskantes Manöver, das beinahe fatale Konsequenz hat. Dennoch versuchen sie weiterhin, den Boss zum Reden zu bringen.

In "Zahltag" steht aber nicht nur der Fall im Mittelpunkt. Faber bekommt es mit der Dienstaufsicht zu tun. Sein verhasster Kollege Daniel Kossik (Stefan Konarske) hatte seinen Boss angeschwärzt. Zu viele Alleingänge, depressive Phasen, Tabletten, grandiose Unfähigkeit zur Teamarbeit – die Liste der Vorwürfe gegen Faber ist lang. Und so muss Faber gleich an mehreren Fronten kämpfen. Er muss die Befragungen des Internen Ermittlers Johannes Pröll (amüsant dargestellt von Milan Peschel) über sich ergehen lassen und gleichzeitig versuchen, seinen Kollegen Kossik unglaubwürdig aussehen zu lassen. Dabei macht sich Faber unter anderem Kossiks Schwäche für abendliche Herrengedecke (Bier und Korn) zu Nutze. Gleichzeitig muss er nach einem heftigen Streit seine berufliche Beziehung mit Bönisch kitten.   

Wenn der eigentliche Fall dieses Mal etwas bieder und klischeehaft daherkommt, bleiben die Beziehungen der Kommissare untereinander spannend und unterhaltsam. Schauspieler Hartmann weiß erneut zu glänzen. Die Figur des abgerissenen und unberechenbaren Fabers drückt die eigentliche Krimihandlung dabei ziemlich an den Rand. Darin liegt schon länger der eigentliche Charme der Dortmunder Reihe. Und Fans können sich schon mal auf den übernächsten Fall freuen. Kossik-Darsteller Konarkse wird dann auf eigenen Wunsch zum letzten Mal im Dortmunder "Tatort" zu sehen sein. Der WDR bedauerte diese Entscheidung zwar, kündigte aber gleichzeitig an, den Streit der beiden Ermittler jetzt ohne Kompromisse auf die Spitze treiben zu wollen. Fabers Kampf an allen Fronten ist also noch lange nicht zu Ende. Gute Aussichten für "Tatort"-Fans.

"Tatort - Zahltag", Das Erste, So., 20.15 Uhr

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Quelle: RP
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